Mittwoch, 25.11.2026, 18:30 Uhr, Falkenraum, Dornburger Str. 17, Jena

„War on Refugees“ – Flüchtlinge als Geschäftsmodell und als außenpolitisches Druckmittel
Wer Angst hat ist erpressbar. Diese simple Erkenntnis machen sich im Falle der Flüchtlingspolitik nicht nur Schlepper-Anbieter, die sich an der Not der flüchtenden Menschen bereichern, sondern auch Staatsoberhäupter zunutze. Etwa Erdogan in der Türkei, die seit 2016 mehrere Milliarden Euro aus Europa dafür kassiert, Flüchtlinge in der Türkei zu behalten und zurückzunehmen. Gleichzeitig sind Flüchtlinge mittlerweile zu weit mehr als einem perfiden Geschäftsunternehmen avanciert: Sie werden als diplomatischer Kredit und als außenpolitische Waffe zur Destabilisierung und Erpressung eingesetzt. Der belarussische Diktator Lukaschenko flog 2021 Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien ein, um sie über die belarussisch-polnische Grenze zu schicken und in Polen Panik auszulösen. Ende Juli dieses Jahres versetzte die Situation in der spanischen Exklave Ceuta die gesamten europäischen Staatsoberhäupter in Panik.
In seinem Vortrag spricht Thomas von der Osten-Sacken über den „War on Refugees“ und die europäische und deutsche Asyl- und Flüchtlingspolitik. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.
