Roter Salon – Ganz normale Männer?

Der Rote Salon geht am Montag in die nächste Runde! Unser Genosse Jakob wird zu Incels und Frauenhass referieren. Kommt gern vorbei – Ab 19 Uhr im Wohni (27.01.20).

Ganz normale Männer?

Zum Zusammenhang von männlicher Sexualität und Misogynie innerhalb der INCEL-Community

Am 23 Mai 2014 erschoss der 22 Jahre alte Elliot O. Rodger im kalifornischen Isla Vista sechs Menschen und verwundete vierzehn weitere, bevor er sich selbst tötete. In einem vor der Tat veröffentlichten Manifest schrieb er von einem »Day of Retribution«, an welchem er, aufgrund eines »Entzugs von Sex und Liebe«, einen »Krieg gegen Frauen« führen werde. Die Tat von Elliot O. Rodger beeinflusste seitdem zahlreiche Nachahmungstäter, deren Verbindungsmerkmal, neben einem grassierenden Hass auf Frauen, in einem teilweise direkten, teilweise weniger direkten Bezug auf eine Internet-Community besteht, die sich unter dem Akronym INCEL (Involuntary Celibate) versammelt.

Die Mitglieder dieser Community gehen von der Annahme aus, dass in der gegenwärtigen Situation ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern zugunsten von Frauen herrscht, das sich vor allem auf die Wahl von Frauen in Bezug auf potenzielle Sexualpartner auswirkt. Unter diesen Bedingungen, so die Meinung innerhalb der Community, sei es für bestimmte Männer unmöglich einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit mit einer weiblichen Partnerin haben zu können. Incels zählen sich selbst zu dieser Gruppe von Männern.

Im Vortrag wird ein Einblick in das verworrene Weltbild der Incel-Community gegeben. Zudem wird nach einer Erklärung für das Gewaltpotenzial gegenüber Frauen gesucht, dass innerhalb der Community nicht erst durch die genannten Amokläufe manifest wird. Ausgehend von der Selbstbezeichnung der Mitglieder als »unfreiwillig sexuell enthaltsam lebende Männer« wird zu diesem Zweck der Zusammenhang zwischen einer männlichen Sexualität und einem (eliminatorischen) Hass auf Frauen analysiert.

CONTENT WARNING: Um das Gewaltpotential, das von der Incel-Community ausgeht, darzustellen und zu analysieren, wird im Vortrag explizit auf (sexuelle) Gewaltphantasien von Mitgliedern der Community vor allem gegenüber Frauen sowie auf weitere menschenverachtende Einstellungen innerhalb der Community eingegangen.

Ort: Wohni
Zeit: 19 Uhr 27.1.2020
Referent: Jakob Becksmann

Jakob ist bei den Falken Jena aktiv und beschäftigte sich im Rahmen einer Masterarbeit ein Jahr lang mit dem Zusammenhang männlicher Sexualität und Misogynie innerhalb der INCEL-Community.

Wir trauern um unseren Genossen Max

Leider müssen wir Euch heute mitteilen, dass sich unsere schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet haben. Unser Genosse Max, der zunächst noch als vermisst galt, ist bei dem Brand in Großgoltern am 30. Dezember 2019 auf tragische Weise ums Leben gekommen. Wir sind in Gedanken jetzt bei seiner Familie, seinen Angehörigen und seinen Freund*innen.

Wir dokumentieren hier unsere Trauermeldung (als PDF):

“In den frühen Morgenstunden des 30. Dezember 2019 zerstörte ein schwerer Dachstuhlbrand das Seminarhaus des Vereins Ökostation Deister-Vorland e.V. in Barsinghausen-Großgoltern. 61 Menschen konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Nach den Löscharbeiten barg die Polizei einen Toten.

Wir haben einen Genossen verloren. Am frühen Nachmittag des 30. Dezember wurde aus der Befürchtung tragische Gewissheit: Bei dem Todesopfer des Brandes in Barsinghausen handelt es sich um unseren Genossen Max Lehner. Sein Tod schockiert uns und lässt uns fassungslos zurück. Unser Mitgefühl und unsere Trauer gilt seiner Familie, Angehörigen und Freund*innen.

Max war erst im November des Vorjahres zu unserer Gruppe der SJD – Die Falken Jena gestoßen. Aufgeschlossen und engagiert brachte er sich in unser Verbandsleben ein und wurde rasch Teil unserer Gruppe. Durch den Brand am 30. Dezember wurde er viel zu früh aus dem Leben und unserer Mitte gerissen.

In Barsinghausen fand wie jedes Jahr das Winterdinx-Seminar der SJD – Die Falken Bezirksverband Braunschweig mit 62 Teilnehmenden statt. Das Seminar ist ein Kooperationsprojekt des BZ Braunschweig, sowie der Landesverbände Bremen, Hamburg und Thüringen der SJD – Die Falken. Dort kommen Jugendliche und junge Erwachsene über die Silvesterzeit zusammen um sich gemeinsam mit politischen und pädagogischen Themen auseinanderzusetzen. Darunter waren auch sechs Genoss*innen aus Jena. Dank der Rauchmeldeanlage und dem schnellen Handeln der Teilnehmer*innen konnten 61 Personen das Haus rechtzeitig und unverletzt verlassen.

Unser Dank gilt den rund 140 Einsatzkräften der Feuerwehr, dem Notfallteam des Arbeiter-Samariter-Bundes, dem DRK und allen Menschen, die sich vor Ort um die Betreuung der Betroffenen gekümmert haben. Darüber hinaus der lokalen Seelsorge der Feuerwehr.

Max, wir werden dich nicht vergessen.”

Roter Tresen 29.11.19

Die Falken Thüringen laden recht herzlich zum roten Tresen am Freitag, den 29.11.19, um 20 Uhr nach Jena.
Beim Soli- Glühwein und Aperolspritz wollen wir gemeinsam das diskutieren, was uns diskutabel erscheint.

An Hand von uns und euch mitgebrachter, ausgewählter literarischer Schmankerl oder bitterernster Polemik wollen wir in offenen Runden ins Gespräch kommen. Bringt dazu also gerne Zitate und Textabschnitte mit, die ihr vorlesen, diskutieren und/oder über die ihr lachen wollt.
Auszüge aus Romanen, linksradikaler Kritik – wir haben Ideen, aber das Format lebt von Allen und Allem, was ihr mitbringt.

Ansonsten könnt ihr euch unsere Solispezialitäten auch unabhängig von den Diskussionen gönnen.

Bis dahin!
Falken Thüringen

Offene Angebote nach der ALOTA

Heute Abend laden wir zum offenen Kneipenabend, falls du Lust hast, uns abseits der Bildungsveranstaltungen kennenzulernen. Um mit uns politisch zusammen zu arbeiten, machen wir später noch ein offenes Plenum.

Kneipenabend der Falken:  17.10.19 ab 20:30 im PapperlaPub
Palimm palimm,
Im Rahmen der diesjährigen ALOTA laden die Falken Jena Euch recht herzlich zum Kneipenabend am Donnerstag, den 17. Oktober, in den Papperla Pub (Otto-Schott-Straße 2).

In gemütlicher Runde möchten wir über aktuelle politische Themen diskutieren. Wir Falken sind ein linker Jugendverband. Wir sind parteiunabhängig, aber parteiisch gegen Herrschaft und Ausbeutung.

Offenes Plenum der Falken: 04.11.19 ab 19 Uhr im DJR (Seidelstr. 21, 07749 Jena).
Für alle, die schon immer mal wissen wollten, was die Falken eigentlich so machen, die auf der Suche nach netten Genossinnen und Genossen sind, die sich gegen die Zumutungen dieser Gesellschaft organisieren und gemeinsam diese Welt verstehen und verändern wollen.

Wir Falken sind ein linker Kinder- und Jugendverband. Wir sind parteiunabhängig, aber parteiisch gegen Herrschaft und Ausbeutung und für eine andere, bessere Welt. Zusammen versuchen wir die Gesellschaft zu verstehen und zu verändern. Weil sowohl das Verstehen als auch das Ändern allein nicht gut funktionieren können, denken wir, dass es notwendig ist sich zusammen zu tun. Gemeinsames Denken und Handeln ist notwendig, um Veränderung zu bewirken. Dafür wollen wir zusammen und voneinander lernen, zusammen kämpfen und unsere wenige Freizeit gemeinsam gestalten und genießen. Wir wollen einen Gegenpol zur alltäglichen Zumutung durch Schule, Uni oder Arbeit schaffen. Wir haben keine Lust darauf, uns einzufügen und uns krumm zu machen, um ein Leben voller Langeweile und Entbehrung zu führen. Dies sind nicht unvermeidbare Nebenwirkungen einer unveränderbaren Welt, sondern die konkreten Folgen dieser Gesellschaft – einer Gesellschaft, gegen die uns tausend gute Gründe einfallen und tausend Dinge, die wir gegen sie tun können.

Redebeitrag “Kundgebung gegen den antisemitischen Terror”

Nach den Ereignissen in Halle am 09.10.19 haben die Falken Jena spontan eine Kundgebung am Holzmarkt angemeldet. Auf Grund der Dringlichkeit ist der Redebeitrag kurzfristig entstanden und nur ein erster Versuch das Geschehen einzuordnen.

Redebeitrag:

Heute kam es in Halle zu einem Angriff auf die Synagoge in der Humboldtstraße, nahe dem jüdischen Friedhof. Mindestens zwei Personen wurden getötet. Medien berichten, dass auch auf einen Dönerladen geschossen wurde.

Heute ist Jom Kippur, das ist der höchste Feiertag im jüdischen Glauben. Es ist offensichtlich, dass dieser Tat ein antisemitisches Weltbild zu Grunde liegt, das heute tödliche Konsequenzen hatte. Dass der heutige Anschlag auf Jom Kippur fällt, ist in mehrfacher Hinsicht als Symbol zu verstehen. Dieser Tag wird auch als Versöhnungstag bezeichnet. Er steht für die Versöhnung mit Gott und für die Befreiung von Sünden gegenüber Gott. Ebenso dient er der Versöhnung mit den jeweils Nächsten.

An Jom Kippur fastet eine Vielzahl von Menschen, die dem jüdischen Glaubenangehören. Ebenso werden alle Tätigkeiten niedergelegt, die gemäß der Halacha als Arbeit definiert sind. Historisch wurde die Lähmung und Verwundbarkeit desjüdischen Staates Israel an diesem Feiertag im Oktober 1973 von seinen Feinden zu Beginn des Jom-Kippur-Krieges ausgenutzt. Seitdem werden in Israel an diesem Tagein „stilles“ Radio und Fernsehen ausgestrahlt. Diese senden zwar kein Programm, stehen aber im Notfall bereit, um Mitteilungen zu senden. Das zeigt, dass dieser Tag von Juden und Jüdinnen weltweit angesichts einer allgegenwärtigen antisemitischen Bedrohung immer auch mit Angst verbunden ist. An einem solchen Tag der Versöhnung und des Fastens eine so grausame Tat zubegehen ist also in mehrfacher Hinsicht perfide.

Gerade in Deutschland kommt es an vielen Orten und in unterschiedlichen Situationen immer wieder zu verbaler aber auch körperlicher Gewalt gegen Personen, die sich zum jüdischen Glauben bekennen. Längst nicht in allen Fällen wird dabei derantisemitische Hintergrund der Tat beleuchtet, geschweige denn gibt es eineangemessene Debatte über das Fortbestehen antisemitischer Ideologien in Deutschland.

Im Gegenteil. Wir leben in Zeiten, in denen Parteien in Deutschland im Wahlkampfmit antisemitischen Erzählungen auftreten, den jüdischen Staat Israel delegitimieren und dadurch an einer Grundstimmung mitwirken, in der Juden und Jüdinnen tagtäglich antisemitische Anfeindungen, Hass und Gewalt erleben. Hass und Gewalt im Kindergarten und in der Schule, auf offener Straße und in sozialen Netzwerken, auf der Arbeit, vor der Haustür, in den eigenen vier Wänden. Der heutige Anschlag ist als eine weitere Spitze dieser allgegenwärtigen Situation zu verstehen.

Dass der Täter einen nahegelegenen Dönerladen und die Menschen dort angriff und eine Person tötete, macht deutlich, dass diese Tat auch zutiefst rassistisch geprägt ist. Die symbolische Nähe zu den Morden des NSU-Komplexes sticht hierbei ins Auge. Die Kontinuität rechtsradikaler Ideologien zeigte sich ein weiteres mal durch die heutige Tat.

Fassungslos, wütend und beängstigt über die Verhältnisse, die solch mörderischeTaten bedingen, stellen wir uns kämpferisch gegen sie! Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen jeder Form antisemitischer und rassistischer Gewalt! Wir möchten im Anschluss an diesen Redebeitrag das Angebot machen, sich mit den Umstehenden und Teilnehmenden über die heutigen Ereignisse auszutauschen. Zu diesem Zweck werden wir die Kundgebung noch eine Weile aufrechterhalten.

Kundgebung gegen den antisemitischen Terror

Aufruf der Falken Jena:

Am heutigen jüdischen Feiertag Jom Kippur fielen kurz nach Mittag Schüsse vor einer Synagoge und einem jüdischen Friedhof in Halle. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden mindestens zwei Menschen bei diesem Anschlag getötet und zwei Personen schwer verletzt.

Auch wenn bisher wenig über den Tathintergrund und die Täter bekannt ist, liegt das antisemitische Motiv auf der Hand. Wir sind bestürzt und fassungslos darüber, dass sich der Antisemitismus in Deutschland wieder einmal in seinen tödlichen Formen Bahn bricht.

Wir rufen deshalb zu einer Kundgebung um 19:00 am Holzmarkt in Jena auf! Durch diese Kundgebung möchten wir es vor allem ermöglichen, sich über die heutigen Ereignisse auszutauschen.

Unsere Solidarität gilt den Betroffenen jeder Form antisemitischer Gewalt!

Postwachstumsideologie als Alltagsreligion und

Teil der Veranstaltungsreihe “Alle reden über’s Wetter. Wir Auch” Der Sozialistischen Jugend – Die Falken Jena:

Im Vortrag wird die Postwachstumsideologie ideologiekritisch betrachtet und verdeutlicht, warum das Diktum vom Schrumpfen der Produktion hinter kapitalistische Vergesellschaftung zurückfällt. Zugleich wird gezeigt, dass sich darin ein Distinktionsbedürfnis gegenüber den arbeitenden Klassen äußert und hohe Anschlussfähigkeit für die politische Rechte besteht. Postwachstumstheoretiker wie Niko Paech sind in Wissenschaft und Politik breit vernetzt und auch in linken Kreisen beliebt. Die ‚große Transformation‘ ist aber nicht bloß Expertenaufgabe, sie bedarf einer Kulturrevolution von unten und einem neuen Menschenbild. Die angesprochenen Subjekte sehen sich mit einer Melange aus Verzichtsethik und malthusianischer Übervölkerungsfantasie konfrontiert, scheinen jedoch gern bereit die abgeleiteten Forderungen individualistisch, als sinnstiftende Alltagsreligion für den Hausgebrauch praktisch werden zu lassen. So erfahren sie die vermeintliche Wirkmächtigkeit ihrer Überzeugungen gemäß einer wohlfeilen Konsumkritik beim morgendlichen FairTrade-Kaffee – in einem Wechselspiel aus Schuldgefühl und moralischer Überlegenheit.

Referenten:

Mathias Beschorner lebt in Leipzig und ist Historiker. Er schrieb zuletzt für die Versorgerin, das Distanz-Magazin und das Soziologiemagazin.

Oliver Mahrle lebt in Berlin und ist Philosoph. Er diskutiert in Kneipen und mit Freunden über Marx und Kritische Theorie.

Zeit: Am 8.10.19 -16:00 – 18:00

Ort: Hörsaal 5; Carl-Zeiss Straße 3 Jena

Dritter globaler Klimastreik / Jena

20.09.19 / dritter globaler Klimastreik / Jena / 14:00 vor der Stadtkirche

Auf den kommenden Freitag (20.09.) fällt nicht nur der #Weltkindertag. An diesem Tag soll auch das Klimakabinett der Bundesregierung ein Maßnahmenpaket zur Erreichung der im Übereinkommen von Paris festgelegten Klimaziele bis 2030 vorlegen. Doch bisher sieht es ganz und gar nicht so aus, als ließe sich die #Klimakrise unter Fortbestehen der gegenwärtigen Bedingungen und Wirtschaftsweise abwenden.

Deshalb ruft Fridays for Future an diesem Tag zum dritten globalen Klimastreik auf. Der Aufruf richtet sich nicht nur an Schüler*innen, sondern explizit an jede Generation. Weltweit werden an diesem Tag Menschen auf die Straße gehen und gegen die anhaltende Klimazerstörung protestieren.

Höchste Zeit also, dass wir all den Schüler*innen, die seit Monaten jeden Freitag gegen die Klimakrise auf die Straße gehen, unsere #Solidarität zeigen!

Wir werden uns als Falken Jena am globalen Streik gegen die Klimakrise beteiligen und rufen euch alle dazu auf, es uns gleich zu tun! #ALLEFÜRSKLIMA

Los geht es in Jena um 14:00 Uhr an der Stadtkirche!

Mehr Informationen dazu, wie auch DU dabei sein kannst:
https://www.klima-streik.org/mitmachen

Hier findest du alle Demos und Klimastreikaktionen, wo du Falken treffen kannst. See you on the streets. 📣🌎🚩☀️
https://www.wir-falken.de/aktuelles/meldungen/10776658.html

Veranstaltungshinweis: Gespräch – Opposition! Was wir wollten und was dann kam

Heute Abend findet um 18 Uhr in Eisenberg eine Veranstaltung statt, auf die wir euch gerne aufmerksam machen wollen:

Opposition! Was wir wollten und was dann kam…
Ein Gespräch mit zwei DDR-Oppositionellen aus Jena und Weimar.

In den 80er Jahren begehrten Jugendliche in der ganzen DDR gegen die autoritären Zustände auf – auch in Thüringen. In Weimar spielte Maik Vollmann bei einer der ersten Punkbands der Republik, den Madmans, während Harry Zöller in Jena den Wehrdienst verweigerte und einen alternativen Leseladen aufmachte. Sie werden von ihren Erfahrungen und von den Diskussionen in der damaligen Oppositionsszene berichten: über Ökologie, Freiheit, Frieden, Selbstbestimmung, Reisefreiheit und andere Themen. Außerdem werden sie darüber sprechen, wie sie die Wendeereignisse erlebt und mitgestaltet haben und wie sie dann davon überrollt wurden.

Die Veranstaltung findet im Veranstaltungsraum „Gotthard Pabst“ im Hof der Stadtbibliothek Eisenberg am Steinweg 36 statt.”

https://www.facebook.com/events/395655864469805/

Für immer Ferien: Arbeitslos im Roten Salon!

Warum wir nicht einfach im Bett bleiben, wenn es regnet und in unseren Kaffee blinzeln, wissen wir meistens selbst nicht so genau. Obwohl wir uns mit der Arbeit nicht mehr anfreunden werden, stellen wir uns 5 Tage die Woche morgens an die Bushaltestelle und lassen uns die Laune verderben. Dabei haben die meisten von uns ihren Traumberuf, zusammen mit der Vorstellung, jemals ein fancy Auto mit Sitzheizung zu besitzen, schon in der Mittelstufe über Bord geworfen. Und die Sorge, dass wir ohne Arbeit gar kein richtiger Mensch sein könnten, löst sich spätestens im Jahresurlaub in Luft auf. Ins Büro treibt uns viel mehr die Angst vor der Lücke im Lebenslauf, vor dem Kontostand und der Sachbearbeiterin.

Im Roten Salon wollen wir uns darüber austauschen, wie arbeitslos sein funktioniert: Welche Strukturen erwarten euch im Arbeitsamt und mit welchen Kniffen erspart ihr euch Maßnahmenterror und Kürzungen? Wie organisiert ihr euch Unterstützung und hilfreiches Wissen? Wie schlimm kann sich der niedrige Rentenbescheid anfühlen und was macht man mit der ganzen Freizeit?

Selina ist seit 5 Jahren arbeitslos und verlässt das Haus bei Regen nur, wenn es sein muss!

23.09.19 / 19 Uhr / Wohnzimmer