Veranstaltungsreihe “Für eine feministische Praxis!”

Am 16. Juni in Annaberg-Buchholz unter dem Motto „Leben schützen: Abtreibung legalisieren!“ für reproduktive Rechte auf die Straße gehen! Hier gibts den Demoaufruf: schweigemarsch-stoppen.de/aufruf

…und bis dahin unsere Veranstaltungsreihe besuchen! Auf den Veranstaltungen werden auch Tickets für die Busanreise zur Demo verkauft.

Technologie. Reproduktion. Reprorevolution? mit Kirsten Achtelik
22. Mai 2018 | 19:30 Uhr
Hörsaal 7, Carl-Zeiss-Str. 3

Medizin und Pharmakologie eröffnen heute neue Möglichkeiten für eine Reproduktion der menschlichen Gattung, die sich von der Natur als „Schicksal“ lösen kann. Ebenso offenbart sich Zweigeschlechtlichkeit damit als ein immer sozial wie technisch hergestelltes Konstrukt. Allerdings vollzieht sich diese Entwicklung unter den Bedingungen eines expandieren, globalen Marktes: Ein Outsourcing des Biologischen, z.B. durch Eizellenentnahme und Leihmutterschaft, an meist prekarisierten Frauen ist die Folge. Daher stellt sich die Frage: Warum ist es nicht möglich, den technologischen Fortschritt zu nutzen, um die Reproduktion kollektiv zu organisieren und das Patriarchat sowie das binäre Geschlechterverhältnis auf den Müllhaufen der Geschichte zu katapultieren?
Wir wollen diskutieren, wie Gen- und Reproduktionstechnologien die gegenwärtigen Machtverhältnisse reproduzieren und strukturieren. Dabei drängt sich aber auch die Frage nach ihrem revolutionären Potenzial auf: Warum ziehen wir in Hausprojekte oder verhandeln unsere Berufswahl politisch, fangen aber nicht im Hier und Jetzt an durch die Entkopplung von genetischen Zugehörigkeiten, Fragen der Beziehung, Erziehung und der Familie neu zu diskutieren? Warum bringen wir neue Reproduktionstechnologien nicht als Waffe gegen die bürgerliche Kleinfamilie in Anschlag?

Kirsten Achtelik ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie arbeitet zu feministischer Theorie und Bewegungen in Verbindung mit der Behindertenbewegung und einer Kritik der Gen- und Reproduktionstechnologien. Außerdem recherchiert sie zur selbsternannten Lebensschutzbewegung (Abtreibungsgegnern).

„Maria, Christiane, Else, Karin, Lea, Lydia, Petra S., Petra W., und der § 218“ (D 2015)
29. Mai 2018 | 19:00 Uhr
Gewerkschaftslokal Milly Wittkop, Bachstr. 22

Essayfilm 2015, 74 Min
Seit 1871 steht der § 218 im deutschen Strafgesetzbuch. Kurz nach der Proklamation des deutschen Nationalstaats wurde auch das Reichsstrafgesetzbuch verkündet, das bis heute – mittlerweile als Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland – Geltung hat. § 218 bestimmt die Lebensrealität von Frauen*, die ungewollt oder ungeplant schwanger sind und kein Kind austragen wollen.
Je nach spezifischer Ausführung des Gesetzes, Lage der politischen Kämpfe gegen das Gesetz und dem ökonomischen und ideologischen Stand der Gesellschaft fällt diese Realität zu verschiedenen historischen Zeiten verschieden aus. In Interviews und literarischen Texten erzählt der Film vom Erleben des Schwangerschaftsabbruchs.
Die Erfahrungen unterscheiden sich nicht nur dem Jahr oder dem Jahrzehnt nach, sondern sind je nach Erzählerin ganz verschieden. Allem Erleben gemein ist: dem Wissen, was in der eigenen, historisch-spezifischen und persönlich-erlebten Situation das Richtige ist, steht ein Paragraph gegenüber. In großer Ruhe wird hier von dem, was tabuisiert war und ist, offen erzählt: der Abtreibung.

„Some Things Are Hard To Talk About“ (D 2015)
6. Juni 2018 | 19:00 Uhr
Kino am Markt, Markt 5

Als ich 24 bin, werde ich überraschend schwanger. Ich entscheide mich abzutreiben. Ich habe eine große Wunde und viele Fragen. Von meiner Mutter erfahre ich, dass auch sie abgetrieben hat. Niemand weiß davon. Und dann erzählt mir meine Großmutter zum ersten Mal ihre Abtreibungsgeschichte. Niemand wusste davon. Eine Offenbahrung über drei Generationen.

mit Unterstützung vom StuRa der Uni Jena

Die Feministische Geschichte vom §218 mit Katja Krolzik-Matthei
12. Juni 2018 | 19 Uhr
Hörsaal 7, Carl-Zeiss-Str. 3

Seit der strafrechtlichen Verankerung des Abtreibungsverbots im § 218 StGB gibt es feministischen Widerstand dagegen – Proteste für die Abschaffung des Paragraphen und für die Selbstbestimmung der Schwangeren. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklungen dieser feministischen Kämpfe mit besonderem Fokus auf ihre – bis heute – ungelösten Konflikte. Das Problem mit der Selbstbestimmung gehört sicher dazu und macht sich nicht zuletzt an den Auseinandersetzungen um Pränataldiagnostik und reproduktionsmedizinische Möglichkeiten fest. Eine begriffliche Annäherung an “Selbstbestimmung” soll zur besseren Einordnung des Begriffs beitragen und zum Diskutieren und Nachdenken über (queer)feministische Positionierungen zu Abtreibung anregen.

„Vessel“ (USA 2014) mit Input einer Aktivistin aus Ecuador
13. Juni 2018 | 20:30 Uhr
Café Wagner, Wagnergasse 26

Vessel begins with a young doctor who lived by the sea, and an unlikely idea. Rebecca Gomperts, horrified by the realities created by anti-abortion law around the world, felt compelled to challenge this. Her method: to provide abortions on a ship in offshore waters.
Her project, Women on Waves, begins as flawed spectacle, a media frenzy, faced with governmental, religious, and military blockades. But with each setback comes a more refined mission, until Rebecca has the revelation that she can use new technologies to bypass law – and train women to give themselves safe abortions using WHO-sanctioned protocols with pills.
We witness the creation of an underground network of emboldened, informed activists, working at the cutting edge of global reproductive rights, who trust women to handle abortion themselves. Vessel is Rebecca’s story: one of a woman who heard and answered a calling, and transformed a wildly improbable idea into a global movement.

Eine Veranstaltung der Falken Jena im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Für eine feministische Praxis!” des Pro Choice-Bündnisses

Zwischen Parteilichkeit und systemischem Denken – Das Oranje-Huis-Konzept: Ein adäquater Ansatz für die Frauenhausberatung?

Vortrag mit Sabrina Zachanassian

Ort: Uni Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 7
Datum: 30.04., 19 Uhr

Die mehr als 400 Frauenhäuser in Deutschland müssen nach wie vor jährlich ca. 40.000 Frauen und Kindern Zuflucht bieten. Ein Viertel der Frauenhausbewohnerinnen kehren jedoch zu ihren gewalttätigen Partnern zurück und es kommt nicht selten zu einer Wiederaufnahme der betroffenen Frauen. Die Frauenhäuser finden in diesen Fällen offenbar kein probates Mittel, die Gewaltspirale nachhaltig zu durchbrechen.

Als Reaktion auf dieses Phänomen wurde mit dem Oranje-Huis-Konzept ein systemischer Ansatz zur Gewaltprävention entwickelt, das nicht mehr nur die Opfer in den Blick nimmt, sondern auch die Täter in die Arbeit einbezieht. Wieviel des ursprünglichen feministischen Selbstverständnisses steckt jedoch in einem Beratungskonzept, das die Parteinahme vermeidet und den Perspektiven aller Mitglieder des Systems, auch des Täters, gleichermaßen Raum gibt?

Im Vortrag soll das Oranje-Huis-Konzept hinsichtlich seiner Tauglichkeit für die feministischen Grundwerte Gleichheit, Parteilichkeit, Solidarität untersucht werden.

Da Evaluationen zu dem neuen Frauenhauskonzept bisher weitestgehend fehlen stellt die Analyse einen rein theoretischen Abgleich der feministischen Prinzipien mit den Ideen des niederländischen Ansatzes dar.

Falls Kinderbetreuung gewünscht wird, meldet euch!

Ein System von Narben

Überlegungen zum Verhältnis von Triebtheorie und Kritik

Datum: 24.04.2018
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Hörsaal 6, Uni Jena Carl-Zeiß-Str. 3

In der kritischen Theorie gilt es als eine Art Diktum, dass sie in ihrer Relation zur Psychoanalyse einen Bezug zur Triebtheorie Freuds impliziert: Wenn die Triebtheorie und, damit einhergehend, die infantile Sexualität relativiert oder als überflüssig erachtet werden, sei davon auszugehen, dass es sich um unkritische Theorie handelt. Nun hat die Psychoanalyse seit der Zeit des Revisionismus- bzw. Kulturismus-Streits zwischen Adorno und Marcuse auf der einen und Horney und Fromm auf der anderen Seite eine Entwicklung genommen, in deren Folge die Triebtheorie in ihrem Mainstream weitgehend durch andere Theorien ersetzt wurde, insbesondere durch die Objektbeziehungstheorie. Sie wäre demnach aus der Sicht der kritischen Theorie weitgehend als unkritisch den gesellschaftlichen Verhältnissen gegenüber anzusehen. Zwischen der gegenwärtigen Psychoanalyse und denjenigen, die sich in der Kritik der Gesellschaft an der kritischen Theorie orientieren, hat sich daher eine doch recht große Kluft aufgetan, in der es kaum noch möglich erscheint, einen Zusammenhang auszumachen. Dennoch gibt es in manchen Diskussionssträngen auch Bezüge aufeinander, wobei seit einiger Zeit die psychoanalytische Theorie der Intersubjektivität an Bedeutung gewinnt. Aus dieser Konstellation ergibt sich die Frage, aus welchen Gründen sich die kritische Theorie veranlasst sehen könnte, der Triebtheorie eine so entscheidende Bedeutung für die Kritik der Gesellschaft zukommen zu lassen und wie von daher das Verhältnis der kritischen Theorie zu den neueren psychoanalytischen Theorien einzuschätzen wäre.

Vortrag von Julian Kuppe

Julian Kuppe beschäftigt sich u.a. mit Psychoanalyse, kritischer Theorie, ästhetischer Theorie, und der Kritik der gesellschaftlichen Naturverhältnisse.

Falls Kinderbetreuung gewünscht wird, meldet euch!

 

Dank dem Kapitalismus kann ich endlich doppelt frei sein

Dokumentation unseres Flugblattes anlässlich des Kongress Freiheit is Future

Freiheit is Future. Unter diesem inhaltsleeren Titel lädt das globale Netzwerk students for liberty zu einer Konferenz über ihr Verständnis von Freiheit.
Was ist gegen eine Konferenz einzuwenden, die sich auf die Fahne schreibt, die Idee der Freiheit zu befördern? Ist Freiheit nicht ein Ideal, was über die ganze politische Bandbreite hinweg für sich reklamiert wird und einen gemeinsamen Nenner darstellen könnte?
Gerade da wo sich nahezu alle politischen Spektren unter einem Banner vereinen lassen, sollte Vorsicht und Skepsis geboten sein. Sind es doch Ideale wie Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, unter denen sehr Unterschiedliches verstanden werden kann. Deshalb kommt es umso mehr auf das inhaltliche Verständnis von Freiheit an.
Zunächst tauchen unterschiedliche Aspekte einer bürgerlichen Freiheitsdiskussion im Veranstaltungsprogramm auf: Es geht um Cybersicherheit, Freihandel, Unternehmensfreiheit und politische Korrektheit. An einem eindeutigen Klassenstandpunkt scheint es den angehenden Jungunternehmer*innen und HobbyVWLer*innen dabei nicht zu fehlen. Freiheit wird als Freiheit zum Geschäftemachen verstanden und jeder Eingriff des Staates in das Geschäftemachen skandalisiert. Dabei treffen sie durchaus einen Punkt. Bürgerliche Freiheit hatte schon immer einen Doppelcharakter – von Marx polemisch doppelte Freiheit genannt. Einerseits garantiert der Staat seinen Bürger*innen gleiche Freiheit, d.h. sie können Verträge abschließen, mit wem sie wollen, und haben gegenüber dem Staat und allen anderen allerhand Freiheitsrechte. Gleichzeitig sind die meisten Menschen in dieser Gesellschaft aber auch frei von Produktionsmitteln (also nicht in der Lage, die Dinge des täglichen Bedarfs eigenständig herzustellen und frei über sie zu verfügen). Damit sind dann auch die Rahmenbedingungen geschaffen, unter denen Freiheit zu benutzen ist, nämlich dazu sich fremden ökonomischen Interessen anzudienen, um damit überhaupt Zugriff auf den gesellschaftlichen Reichtum zu bekommen. Man ist gezwungen, Arbeitskraft zu verkaufen und fremden Reichtum zu vermehren. So ist auch sichergestellt, was immer mal wieder zum Anlass von Skandalen genommen wird, obwohl es doch tief in die Logik dieser Gesellschaft eingeschrieben ist: Dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Unter dem Diktat von Freiheit und Gleichheit produziert diese Gesellschaft also immer deren Gegenteil: Unfreiheit, ökonomischen Zwang und Ungleichheit.
Auch innerhalb ihres auf Konkurrenz und ungleichen Besitzverhältnissen basierenden Freiheitsbegriffes ist die Idee der freien Konkurrenz im Sinne von gleichen Vorrausetzungen und Chancen Ideologie. Das Leugnen dieser Ungleichheit dient einerseits dazu, die eigene hervorgehobene Stellung in der Konkurrenz zu sichern. Psychologisch hat das Polemisieren gegen bspw. Gendermainstreaming die Funktion der Aufrechterhaltung der eigenen Erzählung „es ganz aus eigenem Antrieb“ geschafft zu haben. Mit Vehemenz wird all das geleugnet und angegriffen, was diese Selbsterzählung in Bedrängnis bringen könnte, nämlich die Hinweise auf rassistische, sexistische und klassenspezifische Diskriminierungen.
Es mag ironisch anmuten, dass gerade diejenigen, denen diese vom Staat eingerichtete freie Konkurrenz nützt, also die dadurch in die Lage gelangen durch fremde Arbeit reich zu werden, nun noch mehr Freiheit vom Staat fordern. Dies wird durch das – auch unter Linken – verbreitete Missverständnis plausibel, Staat und Kapital als Gegensätze zu begreifen. Übersehen wird dabei, dass der Staat erst Freiheit, Gleichheit und Eigentum garantieren muss, damit der freie Kauf/Verkauf von Arbeitskraft und damit Ausbeutung möglich werden.
Was auf dieser Konferenz ideologisch vorbereitet wird, ist ein Klassenkampf von oben. Wenn die Konferenzteilnehmer*innen von Freiheit sprechen, meinen sie damit nicht eine Freiheit, die bspw. durch soziale Sicherung entstehen könnte, sondern sie wollen diejenigen Eingriffe des Staates rückgängig machen, die versuchen, die Konkurrenz zugunsten der Lohnabhängigen (und langfristig auch zugunsten des Kapitals) abzuschwächen. Sie wollen, dass der Staat weiterhin die freie Konkurrenz gewährt und Eingriffe in diese unterlässt. Dies ist nichts anderes als ein unter universellen Werten versteckter Angriff auf alle Lohnabhängigen.
Was wir dagegen wollen, ist Freiheit von Fremdbestimmung, Existenzangst und Zwang, wie wir sie jeden Tag in dieser Gesellschaft durch Lohnarbeit, Leistungsdruck oder sexistische und rassistische Rollenzuweisungen erfahren.

Sozialistische Jugend – Die Falken Jena

Flyer als PDF

Neue Arbeitskreise

Liebe FreundInnen, Liebe GenossInnen,
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, aber unseren neuen Arbeitskreise fangen gerade erst an. Die Arbeitskreise treffen sich in der Regel einmal in der Woche an unterschiedlichen Tagen. Wenn ihr mitmachen wollt schreibt uns eine Mail an info@falken-jena.de oder einfach hier auf Facebook, dann erfahrt ihr den genauen Ort.

AK URSPRÜNGLICHKEITSIDEOLOGIEN
Unter Ursprünglichkeitsideologien verbirgt sich ein spezifischer Zugriff auf Gesellschaft, diese wird als falsch und künstlich markiert und der eigenen Vorstellung eines guten Lebens die sich in ihrer angeblichen Natürlichkeit und Ursprünglichkeit legitimiert gegenübergestellt. In dem AK wollen wir uns mit diesen als „Anti-Ideologien“ sich gebenden Vorstellung in der neuen Rechten aber auch im IS auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt der Auseinandersetzung werden Sexismus, Nationalismus und Antisemitismus sein. Wir werden uns fragen warum diese Vorstellung einer natürlichen Geschlechter- und Gesellschaftsordnung gerade im Neoliberalismus, indem die kapitalistische Gesellschaft und ihr Glücksversprechen brüchig wird, neue Popularität erfahren.
Das erste Treffen wird Donnerstag, den 9.11. um 19:00 Uhr stattfinden

AK KRITIK DER UNIVERSITÄT
Im Arbeitskreis Kritik der Universität versuchen wir uns einerseits die Funktion der Universität in der bürgerlichen Gesellschaft zu erklären um zu prüfen wie genau sich Hochschulbildung mit neoliberaler Vergesellschaftung verändert hat. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden ob es ein studentisches Bewusstsein gibt und wenn ja wie es zu kritisieren wäre.
Das erste Treffen wird Mittwoch, den 8.11. um 19:00 Uhr stattfinden

AK PSYCHOANALYSE
Moral und kulturelle Normen hindern die Menschen an der freien Ausübung ihrer Triebe und Bedürfnisse, indem sie Schuldgefühle auslösen. Sind sie also Instrumente, mit denen Menschen einander beherrschen (oder sich von verselbstständigten Strukturen beherrschen lassen) oder stellt es nicht auch eine Errungenschaft dar, wenn Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse anderer zum normalen Umgang gehört? Und was bedeutet das für unsere Gesellschaftskritik, die doch ohne erhobenen Zeigefinger auskommen will? Derart sind die Fragen, die wir an Sigmund Freuds berühmte Schrift „Das Unbehagen in der Kultur“ richten wollen. Nachdem wir uns in unserem Marx-Lesekreis einem wichtigen Kritiker der herrschenden ökonomischen Verhältnisse gewidmet haben, wollen wir uns nun mit Freud einem Denker zuwenden, der uns Hinweise darauf geben könnte, ob das soziale und emotionale Zusammenleben der Menschen notwendigerweise so stark von Herrschaft geprägt sein muss. Denn dass sich die kapitalistischen Formen auf unser soziales Miteinander auswirken: unbenommen. Aber könnte es nicht auch sein, dass unsere emotionalen Beziehungen auch die wirtschaftlichen prägen? Soviel zur ersten Hälfte des Arbeitskreises. In der zweiten Hälfte wollen wir uns mit Psychoanalyse und Geschlecht beschäftigen. Seit Freud hat es nämlich einige Entwicklungen in der Psychoanalyse gegeben, die der klassischen Geschlechterforschung entscheidende Hinweise liefern: Wie wird die (kulturelle) Vorstellung von der Normalität der Heterosexualität immer wieder psychisch verankert? Wieso halten sich Rollenklischees und hierarchische Konstellationen (auch in der Liebe) so hartnäckig? Und welche Potentiale könnte es geben, das eigene erwachsene Leben – manchmal zumindest- anders zu gestalten? Bringt dafür gerne eure Fragen oder (Text-)Ideen mit!
Das erste Treffen wird Dienstag, den 7.11. um 18:30 Uhr stattfinden; dort werden wir uns auf einen regelmäßigen Termin einigen (der nicht dienstags sein muss).

Wir freuen uns auf euch!

Redebeitrag zur Demo „Lernfabriken meutern“

Hier unser Redebeitrag, den wir auf der „Lernfabriken meutern“ Demo am 21. Juni 2017 gehalten haben, im Wortlaut:

„Die Lehrer*innen sagen, wir würden nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen. Wofür im langweiligem Schulalltag nur ein müdes Lächeln zu bekommen ist, wirft allerdings die Frage auf, was das für ein Leben ist, für das man 10 – bis 15 Jahre Lernen muss.
Die Schule und die Universität haben den Zweck uns so zu qualifizieren, dass wir in der Lage sind, uns später dem Staat oder Kapital andienen zu können. Was wir lernen wollen ist dabei zweitrangig. Stattdessen sind die Lerninhalte darauf zugeschnitten, was in Beruf und Gesellschaft erforderlich scheint. Schule und Universität sollen die Arbeitskräfte hervorbringen, nach denen die Wirtschaft verlangt und die deren Anforderungen entsprechen. Dabei hat die Schule nicht nur die Funktion von Wissensvermittlung oder die einer „Lernfabrik“, sondern erzieht die Menschen. Hier lernen die zukünftigen Arbeitskräfte sich selber zu disziplinieren, den Konkurrenzkampf anzunehmen und mit dem Leistungsdruck selbstbestimmt umzugehen. Die Notenverteilung, die Anwesenheitspflicht oder das eigenverantwortliche erledigen aufgezwungener Arbeiten sind Ausdruck davon. Das Erlernen dieser Fähigkeiten bildet gleichzeitig die Grundlage dafür, dass die Schüler*innen sich möglichst reibungslos in die Gesellschaft einfügen. Wer nicht bereit ist sich diesen Anforderungen zu beugen, muss mit krassen Sanktionen rechnen: Sitzen bleiben, von der Schule fliegen oder durch schlechte Abschlüsse später einen besonders beschissenen Job machen zu müssen.
Fehlende Selbstbestimmung im Bildungssystem resultiert aus der Funktion, die dieses in der Gesellschaft hat. Das im Grundgesetz verankerte Recht auf Bildung, wird zum Zwang zur Bildung. Einerseits, weil es für Niemanden in dieser Gesellschaft vorgesehen ist nicht in die Schule zu gehen. Andererseits wird der Zwang subjektiv zur Pflicht, weil schon kleinen Kindern beigebracht wird, dass wer sich in der Schule nicht anstrengt, es auch später zu nichts bringen wird. Selbstbestimmung unter diesen Vorrausetzungen bedeutet die Selbstbestimmung sich später in der kapitalistischen Gesellschaft verkaufen zu dürfen und dabei den geforderten Fähigkeiten und Kenntnissen zu entsprechen.
In der arbeitsteiligen kapitalistischen Gesellschaft müssen nicht alle alles wissen. Für die unterschiedlichen beruflichen Funktionen braucht es jeweils sehr spezielle Qualifikationen. Die unterschiedlichen Qualifikationen sind nicht bloße Unterschiede im Wissen, sondern begründen gleichzeitig den sozialen Status. Die Selektion die es dafür bedarf wird in jedem Bildungsschritt vorgenommen. Schüler*innen werden nach der vierten Klasse auf Regelschule und Gymnasien verteilt und können sich jeweils anschließend mit ihren Abschlüssen auf Ausbildung oder Universität bewerben. Die dort erworbenen Abschlüsse bilden die Voraussetzung, um sich auf bestimmte Berufe oder Berufsgruppen erfolgversprechend bewerben zu können. Einen Job garantiert ein Abschluss dabei noch lange nicht.
Wir wollen keinen Konkurrenzkampf. Auch nicht, wenn er unabhängig von der Herkunft, dem Geschlecht oder Klassenlage stattfinden kann. Nicht nur die ungleiche Stellung in der Konkurrenz gilt es zu kritisieren, sondern die Existenz der Konkurrenz selbst, die uns unter ständigen Druck setzt und vernünftige kollektive Lösungen verhindert. Dabei bleibt es natürlich trotzdem notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, die bestehende Diskriminierungen abbauen. Etwa wenn es um Kinderbetreuung für alleinerziehende Eltern, Universitätszugang ohne Abitur oder kostenlose Nachhilfe geht. Dies ist notwendig, weil es einerseits einen Zugewinn an Möglichkeiten für die Betroffenen in diesem System bedeutet und weil es andererseits oft erst die zeitlichen Freiräume schafft politisch tätig zu werden, um die Konkurrenzgesellschaft zu überwinden.
Im Gegensatz zum Aufruf zu dieser Demonstration ist unsere Kritik nicht konstruktiv: Wir Kritisieren das Diktat der Universität und der Schule über das Leben der Einzelnen und nicht bloß den Inhalt dieses Diktats. Wir wollen nicht gezwungen werden eine auch noch so schöne Erzählung zu schreiben, sondern selber zum Subjekt unserer eigenen Geschichte werden. Nutzt und erweitert die Möglichkeiten die Universität mitzugestalten, um die Freiheit von ihr zu schaffen.
Deswegen wollen wir kollektive Praktiken entwickeln, die nicht nur das eigene Studium oder die Schulzeit wieder mit Freiheit bereichern, sondern auch gleichzeitig mit dem System der Konkurrenz brechen und einen Ausblick auf eine vernünftige Organisation von Gesellschaft bieten. Also: Lasst Anwesenheitslisten verschwinden! Schummelt bei Klausuren und Hausarbeiten und unterstützt euch gegenseitig dabei! Haltet zusammen gegen ASPA, ProfessorInnen und Dozierende und übt gemeinsam Druck aus, um euch Freiräume zu erkämpfen!
Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, sich weder von der Schule noch von der Universität dumm machen zu lassen. Alles was wir wissen müssen, um uns gegen die Härten dieser Gesellschaft zu wehren und um die Gesellschaft, die diese Härten produziert, abzuschaffen, lernen wir nicht in der Schule. Stattdessen werden Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung verschleiert und legitimiert. Wir werden dort zur Zustimmung zu dieser Gesellschaft erzogen, in dem jede Kritik auf eine Verbesserung und nicht auf die Abschaffung der Herrschaft verpflichtet wird.
Die Abschaffung dieser Gesellschaft wird nie Inhalt eines Lehrplans oder Uniseminars sein. Dennoch: Gerade diejenigen, deren Unterdrückung durch das bürgerliche Wissen verfestigt wird, müssen sich dieses mühsam aneignen und durchdringen. Dies ist die Voraussetzung dafür, um es effektiv zu kritisieren, bekämpfen und aufheben zu können. Um die Ideologien und falschen Versprechungen als solche zu entlarven, brauchen wir andere Orte als die Universität. Dafür brauchen wir Räume und Zusammenhänge in denen wir einen Modus kollektiver Bildung entwickeln. Indem wir uns Wissen über die Verhältnisse aneignen, schärfen wir unsere Kritik und entdecken Brüche im System, die es auszuweiten gilt. Wir sind nicht neutral, sondern parteiisch gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Unsere Kritik an den Verhältnissen ist durch den Hass auf das Leid, das wir und andere täglich erfahren, geschärft.
Konkret meint das: Wir müssen lesen und Diskutieren um die Systematik hinter dem alltäglichen Leid zu erkennen. Wir müssen uns über unsere Erfahrungen austauschen und sie zum Ausgangspunkt unserer Kämpfe machen. Und wir müssen neue Erfahrungen machen; Erfahrungen des Widerstands und gelingender Kollektivität, um zu lernen, was an dieser Gesellschaft falsch ist, wie sie überwindbar ist und wie eine andere Gesellschaft aussehen könnte.“

Der Redebeitrag als PDF

Veranstaltungsreihe gegen die Ohnmacht

Falken Jena Theorie und Praxis

„Eigentlich kann ich tun, was ich will
Aber schau, praktisch geh´ ich dafür in den Bau
Theoretisch scheiß ich auf alles, doch das geht nicht
Denn praktisch erlaub´ ich mir kein Fehltritt“

In dem gleichnamigen Lied thematisieren JokA & Bushido, wie sie sich in ihrem Lebensalltag immer wieder an der Unvereinbarkeit von ‚Theorie und Praxis’ stoßen. Innerhalb linker Zusammenhänge wird dieser Widerspruch oft einseitig aufgelöst. Die Theoretikerinnen einerseits haben erkannt, dass es ohne Aufklärung des Bewusstseins keine Revolution geben kann und versuchen sich, aus Angst vor der falschen Praxis, auf den geistigen Standpunkt der Kritik zurückzuziehen. Die Praktikerinnen anderseits haben die Ohnmacht der Theorie erkannt und experimentieren mit Praxis- und Lebensformen, um für eine befreite Gesellschaft im hier und jetzt zu kämpfen – unterschätzen dabei aber immer wieder ihre eigene Verstrickung im und die Totalität des falschen Ganzen.
Obwohl die meisten anerkennen würden, dass es für eine gesellschaftliche Emanzipation einer revolutionären Theorie und Praxis bedarf, scheinen sich beide oft gegenseitig auszuschließen. Das nährt unsere Vermutung, dass das prekäre Verhältnis von Theorie und Praxis weniger auf Fehlentscheidungen der Individuen verweist, als viel mehr auf gesellschaftliche Widersprüche. Worin bestehen diese Widersprüche? Und wie wirken sie auf uns, die sich gegen die Zumutungen dieser Gesellschaft organisieren wollen? Diesen und verwandten Fragen haben wir uns in unserem AK Theorie und Praxis genähert. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe haben wir Freundinnen und Freunde eingeladen, um den Widerspruch zwischen Theorie und Praxis besser bestimmen zu können. Zudem wollen wir verschiedene Ideen und Versuche kennenlernen, diesem Widerspruch sinnvoll zu begegnen.

Wenn jemand während einer unserer Veranstaltungen gerne Kinderbetreuung in Anspruch nehmen möchte, meldet Euch gerne per Mail: info@falken-jena.de

Vortrag: Theorie und Praxis
30. Mai um 19 Uhr im Seminarraum 113 (Universität Jena)
Mit Philipp Schweizer von den Falken Erfurt

Dass Theorie und Praxis zwei unterschiedliche Dinge sind, scheint offensichtlich: Etwas Tun und Denken, über etwas reden und etwas verändern sind immerhin zwei Paar Schuhe.
In der Linken gibt es in der Regel zwei Wege damit umzugehen. Einerseits schlägt man sich auf eine der beiden Seiten. Da wissen die Theoretiker*innen alles besser, solange sie nicht zeigen müssen, dass sie es auch besser können oder die Praktiker*innen halten sich zu Gute, dass sie immerhin etwas tun würden und schon deswegen im Recht wären, egal wie blödsinnig ihre Ideen und Aktionen sind. Andererseits wird versucht die beiden miteinander auszusöhnen, die richtige Theorie zu finden, die schon zur richtigen Praxis führe, oder zur richtigen Praxis, aus der dann die richtigen Gedanken folgen sollen.
Im Vortrag soll das Verhältnis von Theorie und Praxis näher beleuchtet werden und gezeigt werden, warum keiner dieser beiden Wege zu einer Kritik der Gesellschaft führt.

Workshop: Geschlecht und Theoriearbeit
7. Juni um 19 Uhr im Seminarraum 113 (Universität Jena)
Mit Franzi und Maria von den Falken Thüringen

Gemeinsam wollen wir die Welt verstehen und verändern. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Verfasstheit dieser Gesell schaft ist für uns nicht nur ein Hobby, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres Kampfes für eine bessere Welt.
Nun sind wir als Frauen* immer wieder damit konfrontiert, dass uns die Fähigkeit zu abstraktem Denken abgesprochen wird oder wir uns das selber nicht zutrauen. Unsere Erfahrung ist, dass auch linke Theoriearbeit doch eher „Männersache“ bleibt. „Bloß“ feministische Theorie scheint für Frauen* übrig zu bleiben.
In diesem Workshop wollen wir über die Erfahrungen diskutie- ren, die wir als Frauen* bei linker Theoriearbeit machen. Darüber hinaus sollen die Strukturen und Mechanismen aufgedeckt werden, die Frauen* die Theoriearbeit erschweren – dies berührt Fragen der psychischen Konstitution von Frauen* wie auch den vorherrschenden Charakter von Theoriearbeit selbst.
Der Workshop arbeitet mit einem Thesenpapier und ist nur für Frauen* gedacht.

Thesen zum Vorrang der Praxis
16. Juni um 19 Uhr im Seminarraum 113 (Universität Jena)
Diskussionsveranstaltung mit L&M

Vor einigen Jahren fand in der Thüringer Linksradikalen-Gazette „Lirabelle“ eine Debatte über Theorie und Praxis statt. Eine derartige Debatte gibt es in der Linken, seit sie sich von der historischen Arbeiterbewegung gelöst hat – oftmals drehen sich die daran Beteiligten im Kreis. Die Debatte in der Lirabelle unterschied sich davon einerseits dadurch, dass hier Fraktionen miteinander diskutierten, die sich sonst kaum noch etwas zu sagen haben – andererseits dadurch, dass bestimmte Grautöne das Feld produktiv verwirrt haben. L&M haben sich an dieser Debatte beteiligt. Wir wollen die zentralen Thesen vorstellen und argumentieren, dass Theorie unweigerlich vom Feld der Praxis ausgeht – und dass sie sich als fundierter erweist, wenn sie sich selbst als Reflexion von Praxis begreift. Außerdem wollen wir versuchen, einige Ordnungs-Kategorien in das Feld der Praxis einzuführen, um anschließend etwas näher auf das Verhältnis von revolutionärer Theorie und Praxis einzugehen. Dieses Verhältnis erweist sich unseres Erachtens selbst immer als historisch bedingt.

Die Thesen aus der Lirabelle können hier nachgelesen werden.

Eine Tradition in vielen Splittern
23. Juni um 19 Uhr im Seminarraum 113 (Universität Jena)
Diskussionsveranstaltung über die Scherbentheorie mit Franza Ranner, Josef Swoboda und Karl Rauschenbach.

Organisiert euch! In Deutschland ist es seit etwa 50 Jahren üblich, dass Revolutionäre oder welche, die sich im oft jugendlichen Überschwang gerne für solche halten würden in Kleingruppen organisieren und wo ehemals die Kommunistische Partei war, ist jetzt ein bunter Flickenteppich verschiedener mehr oder weniger eigenbrödlerischer Vereinigung, die manchmal sich in Bündnissen zusammenschließen. Schwillt eine dergestalt organisierte Bewegung an, kann man dieselbe noch verklären, indem man deren Konfusion mit Friedrich Engels daraus erklärt, dass „alles Massendenken sich zuerst in Widersprüchen, Unklarheiten, Zusammenhangslosigkeiten bewegt“ und sich die Sache später klarer darstellen wird. In solchen Phasen sehe man dann die verschiedenen Splittergruppen „sich untereinander mit mindestens ebenderselben Heftigkeit bekämpfen wie den gemeinsamen Feind draußen.“ Auch in diesem günstigen Fall, bei dem die Herrschaft der Bourgeoisie immerhin auch angegriffen wird, bissen sich sämtliche Versuche eine einheitlichere Organisationsstruktur zu schaffen, die Zähne aus, indem, so immernoch Engels, ihre Initiatoren „die Einigkeit predigten, wo keine Einigkeit möglich war.“ Doch wie sieht es dann aus, wenn die Gruppen kaum mehr zanken und dabei der Feind ruhig schlafen kann? Mit diesem Zustand des radikalen Grüppchenzoos beschäftigte sich vor einigen Jahren die Schrift „Scherbentheorie“. Diese soll vorgestellt und diskutiert werden.

– Die Scherbentheorie
Reflexionen zum Umfeld, aus dem die Scherbentheorie entstand
Notiz zur Scherbentheorie wegen einiger Interpretationsschwierigkeiten derselben

Der kommende Aufprall
28. Juni um 19 Uhr im Seminarraum 113 (Universität Jena)
Vorstellung und Diskussion des Strategiepapiers „Der kommende Aufprall – Auf der Suche nach der Reißleine in Zeiten der Krise“ mit Antifa Kritik und Klassenkampf“

In den letzten Jahren hat die radikale Linke ein verstärktes Interesse an der sozialen Frage und auch an der Unterstützung der Kämpfe von Lohnabhängigen entwickelt. Außerdem wurde die Frage der eigenen Stellung diskutiert: Erst, wenn sich auch linksradikale Polit-Gruppen selbst als Teil der Klasse begreifen, führen sie nicht mehr einen äußerlichen Kampf, sondern setzen als Teil der kämpfenden Klasse an ihrer eigenen Proletarisierung an. Dabei sind es besonders Kämpfe in den sogenannten „prekären“ Bereichen wie der sozialen Arbeit, in der Pflege oder in Krankenhäusern, in denen die DGB Gewerkschaften kaum vertreten sind, wo die Linke eigene Akzente setzen konnte. Gleichzeitig handelt es sich dabei aber auch um Bereiche, in denen die Lohnabhängigen über wenig Produktionsmacht verfügen. Mit dem Text „Der kommende Aufprall. Auf der Suche nach der Reißleine in Zeiten der Krise“ lieferte die Gruppe Antifa Kritik & Klassenkampf (Frankfurt a.M.) einen Beitrag zu dieser in den letzten Jahren in der (radikalen) Linken verstärkt geführten Strategiedebatte über die Einmischung der radikalen Linken in die alltäglichen Kämpfe der Klasse. Zudem wird danach gefragt, welchen organisatorischen Ausdruck solche selbstorganisierten Kämpfe bekommen könnten.
Bei der Veranstaltung sollen diese Überlegungen vorgestellt werden und mit Euch zusammen diskutiert werden, was dies für unsere alltägliche Praxis bedeuten könnte.

Vortrag zu Solistreikarbeit
5. Juli um 19 Uhr im Seminarraum 113 (Universität Jena)
Mit dem Streik-Solidaritätsbündnis Leipzig

Bei den Krisen im heutigen Kapitalismus handelt sich nicht nur um Krisen des Staates, der Kapitalfraktionen usw. Es ist auch eine Krise der linksradikalen Bewegung, da es dieser nicht ge- lingt eine Perspektive auf Veränderung der Gesellscha zu ent- werfen, die am Alltag der Menschen im Kapitalismus anknüp . Sie scheitert meistens daran, die Kritik der herrschenden Ver- hältnisse den Unterdrückten näher zu bringen.
Hier knüp unsere Arbeit als Amazonstreik-Solibündnis an: Aus den Alltagskämpfen und -erfahrungen heraus, wollen wir im Arbeitskampf der Amazon-Belegscha um einen Tarifver- trag, gemeinsam eine emanzipative Perspektive auf gesellscha – liche Veränderung entwickeln. Wir möchten mit Euch diskutie- ren über unser tastendes Voranschreiten, die Erfahrungen mit gewerkscha licher Betriebspolitik des DGB und dem Eindruck momentan am Punkt der tendenziell vollständig automatisier- ten Logistikbranche zu stehen.
In unserem Vortrag wollen wir in den Austausch über Ansätze linksradikaler Politik kommen.

Sozialismus: Die Alternative zu Deutschland

parteischule

Bundeskonferenz der SJD – Die Falken vom 25. bis 28. Mai in Erfurt in der Alten Parteischule

Wir Falken sind ein linker Kinder-, Jugendverband. Wir sind parteiunabhängig, aber parteiisch gegen Herrschaft und Ausbeutung und für eine andere, bessere Welt. Zusammen versuchen wir die Gesellschaft zu verstehen und zu verändern. Weil sowohl das Verstehen als auch das Ändern allein nicht gut funktionieren können, denken wir, dass es notwendig ist sich zusammen zu tun.
Anlässlich der Bundeskonferenz in Erfurt wollen wir uns und unsere Arbeit einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Ein ausführliches Rahmenprogramm – Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Kneipenabende und Konzerte – laden dazu ein, uns und unsere Arbeit kennenzulernen. Wir freuen uns über Besucher*innen, Interessierte und vor allem über neue Mitstreiter*innen. Also kommt vorbei!
Nähere Infos gibt es hier

Programm:

Ausstellungen (Alte Parteischule)

Besucher*innenzeiten: Donnerstag 15 bis 19 Uhr
Freitag 10 bis 19 Uhr
Samstag 10 bis 19 Uhr

Die Kinderrepubliken der Falken – ein gelebtes Stück Demokratie
Seit etwa 100 Jahren organisieren die SJD – Die Falken und ihre Vorgängerorganisationen Ferienzeltlager für Kinder und Jugendliche – die sogenannten Kinderrepubliken. Von Anfang an lag der Fokus auf der Selbstorganisation und demokratischen Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen. Themen wie Internationalismus und die Gleichstellung der Geschlechter spielten dabei eine große Rolle. Die Ferienzeltlager waren immer auch ein Stück konkrete Utopie: Hier sollten Kinder und Jugendliche über ihre Interessen und Bedürfnisse solidarisch und eigenständig verfügen lernen. Die Ausstellung lädt anhand einer Auswahl historischer Bildmaterialien und kurzer Texte auf 17 Plakaten dazu ein, gemeinsam die Geschichte der Kinderrepubliken bis heute zu erkunden.

Selbstbehauptung, Widerstand und Verfolgung. Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken in Berlin 1945 bis 1961
Die Ausstellung betrifft ein fast vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte: In Berlin kämpften junge Leute für die Freiheit. Die Akteure waren demokratische Sozialisten – und damit Gegner der SED. Die Restauration im Westen lehnten sie ebenso ab wie die neue Diktatur im Osten. Sie zählten zur „Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD) – Die Falken.“ 1947 hatte die Alliierte Kommandantur die Falken für ganz Berlin zugelassen. Als SPD-nahe Jugendorganisation bestanden sie auf ihrem Recht, auch in Ost-Berlin tätig zu sein. Damit waren die Falken ein Stachel im Fleisch der SED. Die sowjetische Besatzungsmacht bekämpfte die Falken ebenso wie Volkspolizei und die Staatssicherheit. Stasi, Vopo und SED-Justiz gingen immer brutaler gegen die Falken vor. Nach dem Mauerbau 1961 mussten die Falken ihre Aktivitäten in Ost-Berlin einstellen. Eine freie Jugendarbeit im Ostsektor war nicht mehr möglich. Viele Falken flohen nach West-Berlin. Andere überlebten das SED-Regime. Sechs verloren ihr Leben – in sowjetischen Internierungslagern, durch Schüsse der Volkspolizei auf friedliche Demonstranten und bei den Hinrichtungen angeblicher Spione in Moskau. Über 70 Falken wurden zu zum Teil hohen und höchsten Freiheitsstrafen verurteilt. Den Opfern der politischen Verfolgung ist die Ausstellung gewidmet.

Kaffee und Kuchen im Roten Konsum (Alte Parteischule)

Öffnungszeiten: Donnerstag 15 bis 19 Uhr
Freitag 12 bis 19 Uhr
Samstag 12 bis 19 Uhr

„Die Falken sind ein Versuch des Ausbruchs. Ausbruch aus dem stumpfen Alltag in Schule, Betrieb und Uni. Sie sind ein Versuch der Kritik: Kritik an einer Gesellschaft, an der wir keinen so rechten Spaß finden können und die endlich auf den Müllhaufen der Geschichte gehört“
Du interessierst dich für unsere Arbeit? Der rote Konsum bietet die Möglichkeit, unsere Aktiven kennenzulernen, auf einen Kaffee oder ein Bierchen vorbeizuschauen, in linken Zeitschriften zu stöbern und unsere kulinarischen Spezialitäten (Süßes und Fritiertes) zu probieren.

Markt der Möglichkeiten (Alte Parteischule)

Stände: Freitag 12 bis 19 Uhr
Samstag 12 bis 19 Uhr

Verschiedene Institutionen der Falken, linke Organisationen und Initiativen (Verlage, Jugendverbände, Gruppen, etc.) stellen ihre Arbeit im Foyer vor der Alten Parteischule vor

Abendprogramm Donnerstag 25. Mai

Feministische Lesung mit Outside the Box (21 Uhr, Falken-Ladenlokal [kany])
outside the box ist eine Zeitschrift, die Gesellschaftskritik mit feministischem Fokus betreibt. Sie ist aus der Beobachtung heraus entstanden, dass feministische Theorie und Praxis nicht genügend in Debatten einer emanzipatorischen Linken einfließen. Sie bleiben allzu oft Randthema. Gleichzeitig kann gesellschaftliche Verhältnisse feministisch zu kritisieren nicht heißen, auf einem Auge blind durch die Welt zu gehen. Die Erfahrung von Zuständen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist, macht die Kritik dieser Zustände notwendig – in diesem Sinne will outside the box ihren gesellschaftskritischen Blick um das Wissen um sexistische Erfahrung erweitern, nicht darauf verengen.

„Die soziale Revolution – Das Werk der Arbeiter selbst“ – Eine Einführung in den Rätekommunismus mit Kosmoprolet (21 Uhr, veto)
Dass die Revolution keine Parteisache sein könne und die Arbeiter durch ihre Selbstorganisation in Räten ihre Geschichte selbst in die Hand nehmen müssten, war die Grundlage der vor allem aus den Niederlanden und Deutschland stammenden antiautoritären KommunistInnen. Entstanden war diese Strömung nach den Erfahrungen der revolutionären Welle nach dem Ersten Weltkrieg, in der sich nicht nur die Räte als revolutionäre Organe herausgebildet hatten, sondern schließlich die Konterrevolution aus dem Herzen der Arbeiterbewegung selbst geführt wurde: Durch die Sozialdemokratie in Westeuropa und den Stalinismus in Russland. Als deren Kritik überlebten die Positionen des Rätekommunismus, als politische Strömung dagegen stand er – sieht man von einer kurzen Renaissance in den Kämpfen Ende der 1960er Jahre ab – zumeist im Abseits.
Auf der Veranstaltung sollen die Geschichte der Strömung und ihre zentralen theoretischen Grundlagen zunächst kurz nachgezeichnet werden, bevor gemeinsam darüber diskutiert werden soll, was uns die Positionen dieser antiautoritären Dissidenten heute noch in Hinsicht auf sozialrevolutionäre Prozesse zu sagen haben könnten.

Film & Diskussion: Pride (21 Uhr, L[50])
Der Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, stellt die unerwartete Solidarisierung zwischen streikenden Bergarbeitern in Wales und schwul-lesbischen Aktivisten in London dar. Der Film verhandelt Vorurteile und Solidarität, Gewerkschaften und den Kampf gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierungen.
Die anschließende Diskussion soll die historischen Geschehnisse aus heutiger Perspektive und die Inhalte des Films vertiefen.

Musik und Kneipenabend (21 Uhr, Domizil)

Abendprogramm Freitag 26. Mai

Vortrag und Film: „die wichtigste aller Künste“ – Bilder der Avantgarde im Kino der Revolution mit Christoph Hesse (20.30 Uhr, Alte Parteischule)

Der Film sei die wichtigste aller Künste, meinte Lenin: weil er, anders als die dem gebildeten Bürgertum vorbehaltene Kunst und Literatur, allen Menschen ohne weiteres zugänglich sei. Und weil er genau darum die Revolution in allseits verständlichen Bildern in die Welt hinaustragen könne. Diese Hoffnung hat sich, wie man längst weiß, nicht erfüllt. Noch bis heute tragen die populärsten Filme eher dazu bei, daß die Leute es sich in Verhältnissen gemütlich machen können, die ihnen in Wirklichkeit fast all das vorenthalten, was sie ihnen vorspielen. Der Einfluß des Films, argwöhnte Trotzki, schon bevor das eben scheinbar so glücklich revolutionierte Rußland zu einem totalitären Staat auswuchs, sei eher dem des Alkohols und der Kirche vergleichbar.
Dennoch: Versuche, wie auch immer revolutionäre Filme zu gestalten, um damit die gesellschaftlichen Verhältnisse selbst umzuwerfen, wurden seither etliche unternommen. Daß die Avantgarde, die sich dem Geschehen voraus wähnte, ihrerseits bald einer geschichtlichen Entwicklung hinterherlief, die sie rechts überholt hatte, mag ihren politischen Anspruch zunichte machen, keineswegs jedoch ihre künstlerische Leistung. Was hier als politische Film-Avantgarde bezeichnet wird, folgt keiner eingebürgerten Definition. Vorgestellt werden sollen exemplarisch einige Experimente der 1920er bis 60er Jahre, die auf der Suche nach einem neuen Inhalt des Kinos zugleich eine neue Form fanden.

Diskussionsrunde: Internationalismus & lokale Organisierung mit der DIDF Jugend (20.30 Uhr Alte Parteischule)
Die DIDF-Jugend ist als Jugendverband sowohl hier in Deutschland als auch gegen den aktuellen Rechtsruck in der Türkei aktiv, aus der viele ihrer Mitglieder in zweiter und dritter Generation stammen. Wie sich diese zwei Aspekte ihrer Arbeit verbinden und was andere Aktive in Deutschland daraus lernen können, ist Inhalt dieser Abendveranstaltung.

Lesung: Topf und Söhne – Besetzung auf einem Täterort mit Plan B (20.30 Uhr Alte Parteischule)
Die Hausbesetzung auf dem ehemaligen Gelände der Erfurter Firma Topf & Söhne, die in der Zeit des Nationalsozialismus Krematoriumsöfen für Konzentrations- und Vernichtungslager hergestellt hatte, war in den 2000er Jahren eines der bekanntesten linksradikalen Projekte in Deutschland. Das Buch will die Erfahrungen dieser Zeit festhalten. Mit Erzählungen und Analysen rekonstruiert es gemeinsame Kämpfe und interne Streitigkeiten und bietet einen Überblick über die Hausbesetzer_innenszene der 1990er Jahre in Erfurt und die historische Bedeutung der Firma Topf & Söhne, sowie die Aufarbeitung der Firmengeschichte durch Geschichtsaktivist*innen.

Lesung: 70 Jahre Verbandskonferenzen mit dem Archiv der Arbeiterjugendbewegung (20.30 Uhr, Alte Parteischule)
Im April 1947 – vor ziemlich genau 70 Jahren – fand die erste Verbandskonferenz der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken“ in Bad Homburg statt. Ein Jahr zuvor beschloss die erste SPD-Jugendkonferenz, neben der Parteijugend eine unabhängige sozialistische Kinder- und Jugendorganisation als Nachfolgeorganisation der SAJ und der Kinderfreunde zu gründen. Tatsächlich hatte die Aufbauarbeit sozialistischer Jugendgruppen in vielen Städten und Regionen direkt nach der Befreiung 1945 unabhängig voneinander und spontan begonnen. Organisiert wurde diese oft von ehemaligen Mitgliedern und Funktionär*innen aus sozialistischen und kommunistischen Jugendorganisationen vor 1933. Hans Weinberger und Erich Lindstaedt wurden auf der ersten zentralen Jahreskonferenz 1947 zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt. In ihren Grundsatzreferaten arbeiten sie sehr unterschiedliche Visionen und Ziele einer Sozialistischen Jugend heraus. Ihre zentralen Diskussionen um zukünftige jugendpolitische Arbeitsfelder des Verbandes, um sozialistische Erziehungskonzepte, um das Verhältnis zwischen Jugend und Partei, zum Internationalismus und zum strukturellen Aufbau von Landesverbänden werden in einer kurzweiligen Lesung des Konferenzberichtes von 1947 nachgezeichnet.

Film & Diskussion: ‚Selbstbehauptung, Widerstand und Verfolgung. Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken in Berlin 1945 bis 1961 (20.30 Uhr Alte Parteischule)
In dem Film werden verschiedene Zeitzeug*innen, die in Berlin bei den Falken aktiv waren, interviewt. Gemeinsam wollen wir im Anschluss über die Geschichte der Falken in der DDR diskutieren.

Katerschmiede: Kneipenabend in der alten Parteischule (ab 20.30 Uhr)

Parallel zu den Veranstaltungen gibt es die Möglichkeit, sich Getränke zu holen. Nach den Veranstaltungen setzen wir die Diskussionen gerne bei einem Getränk fort.

Abendprogramm Samstag 27. Mai

Party – Resistance
Ort: Kulturzentrum eburg (https://www.facebook.com/kulturzentrumengelsburg/?fref=ts)
Einlass: ab 20:30 Uhr
Eintritt (Für Nicht-Falken): 5-7 €

Lineup:
Rana Esculenta (Hip Hop/Rap aus Halle/Leipzig) https://ranaesculenta.bandcamp.com/releases
Fracksputz (Riot Grrrl Punk, Leipzig)

Djs:
Ostbam (Hip hop/ Grime/Trap)
Angelconda (Techno/House, beide vom feministischen Kollektiv Prozzeco: https://www.facebook.com/ProZeccoKollektiv/?fref=ts)
Max Midaz (https://www.mixcloud.com/maxmidaz/, Leipzig, Techno)
und Junkens Juke (Kollektiv aus Erfurt, Juke und Trap)

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von den Versammlungen der SJD – Die Falken KV Erfurt ausgeschlossen.

KidsCamp 2017 – Ferien mit uns ist mehr als nur Urlaub!

KidsCamp 2017

Ferien mit den Falken: das heißt Abenteuer, Spiel & Spaß und Mitbestimmung. Auch dieses Jahr wollen wir mit Dir einen unvergesslichen Sommer verbringen. Wir errichten unser Zeltlager mit drei Dörfern je nach Altersgruppe und allem Drum und Dran auf den Zeltplatz Berlin-Heiligensee, am Rande von Berlin, einer der vielfältigsten und aufregendsten Städte Deutschlands.
Frei nach dem Motto „Was du erlebst, bestimmst du selbst“ kannst Du Deine Ideen im Falken-Camp verwirklichen. Ob Baden im See oder im Schatten vom Alltag erholen, Basteln oder Sport machen – Du entscheidest, was Du machst. Wie jedes Jahr wird es auch Workshop-Reihen zu unterschiedlichen Themen geben, bei denen Du dich aktiv einbringen kannst. Wir wollen gemeinsam diskutieren, Musik machen, Spielen, Klamotten designen, Baden gehen und faul in der Sonne liegen, gemeinsam Kochen und Parties feiern.
Dabei ist uns wichtig, dass sich jeder von Euch aktiv in die Gestaltung des Camp-Alltags einbringen kann. Damit wir alle die Ferien erleben können, die wir erleben wollen. Wir freuen uns auf Dich und deine Freundinnen und Freunde!

Hier gibt es weitere grundlegende Informationen.
Auf dieser Seite findet ihr Informationen zu unserem pädagogischen Anspruch.

Anmeldung unter: kontakt[at]falken-thueringen.de

Anmeldeschluss:1. Juni 2017

Dazu brauchen wir bis zu diesem Datum

– eine unterschriebene Einverständniserklärung. Falls ihr keinen Drucker habt, sagt uns bescheid und wir senden euch einen Ausdruck per Post zu.
– sowie einen ausgefüllten Anmeldebogen

Teilnahmebeitrag:
200 | 250 | 300 €
je nach Selbsteinschätzung und finanziellen Möglichkeiten*

Der Teilnahmebeitrag ist zu überweisen an:

SJD-Die Falken LV Thüringen
IBAN: DE55820510000163063613
BIC: HELADEF1WEM
Verwendungszweck: TN-Beitrag (Name des Kindes) SommerCamp

*Welchen Preis ihr zahlt, folgt ganz eurer persönlichen Einschätzung. Den meisten Eltern empfehlen wir den Normalpreis von 250 Euro. Wenn es euch möglich ist, bitten wir euch herzlich darum, den Solipreis von 300 Euro zu zahlen, mit dem wir den Sozialpreis von 200 Euro ermöglichen können. Falken-Mitglieder können 290 Euro, 240 Euro und 190 Euro zahlen.

Wenn ihr Fragen habt, ruft uns an, schreibt uns eine Mail oder kommt bei uns vorbei.

Veranstaltungsreihe: Marxistisch-feministische Perspektiven auf Care-Arbeit

Die Falken Jena wollen sich mit der Frage beschäftigen, wieso Sorge-Arbeit im Kapitalismus abgewertet wird und welche Schwierigkeiten und Potenziale in Kämpfen um Care-Arbeit stecken. Dies soll aus einer marxistisch-feministischen Perspektive heraus geschehen.

Di, 07.2. 19 Uhr Roswitha Scholz: Wert und Geschlecht als dialektisch vermitteltes Gesamtverhältnis. Hörsaal 7 (in der Carl-Zeiß-Str. 3)

Do, 16.2. 19 Uhr Sandra Hettmann: Über Wert-Abjektion. Fürsorgearbeiten im patriarchalen Kapitalismus. Hörsaal 9

Do, 23.2. 19 Uhr Yalcin Kutlu: Kampf und Anerkennung. Die Sozial- und Erziehungsdienste im Streik. Hörsaal 9

Di, 28.2. 19 Uhr Aktivistinnen aus Hamburg und Berlin: Alternative Streikformen in Krankenhäusern. Hörsaal 7