Heimat – Eine Besichtigung des Grauens

Am 01.10.19 um 19 Uhr besuchen uns Thomas Ebermann und Thorsten Mense. Die beiden halten ihre szenische Lesung: “Heimat – eine Besichtigung des Grauens” im Kassablanca Jena. Wir freuen uns total und hoffen viele von euch dort zu sehen!

Veranstaltungsbeschreibung:
Heimat boomt. Ihre Allgegenwart markiert das Grundrauschen der
gesellschaftlichen Rechtsentwicklung. Kein Begriff siedelt so nahe an der Volksgemeinschaft wie dieser. Er gehört den Rechten und ist ohnehin nur Statthalter in einer Zeit, in der »Blut und Boden« so ohne weiteres nicht mehr propagiert werden können. Was Negation verdient, wird von jenen »Linken«, die notorisch noch den letzten Dreck nicht den Rechten überlassen wollen, dem alternativen Gebrauch zugeführt. So alternativ ist der oft aber nicht: Die Verwechslung des Menschen mit nicht umpflanzbaren Bäumen; die unentrinnbare Prägung durch Herkunft; die Liebe zu Gebietskörperschaft, Brauchtum und Eckkneipe; der Kampf gegen die Fremden und das Fremde; die Abscheu vor dem Zersetzenden; all das findet sich auch im »linken« Heimatdiskurs.

Das und vieles mehr – das Absurde und das Gefährliche – wird an diesem Abend auf Bühne und Leinwand besichtigt und vorgeführt, nachgespielt und kommentiert, analysiert und in die Tonne getreten. Stets parteiisch auf der Seite der historischen und zukünftigen Opfer der Heimat.

Hier findet ihr unsere Veranstaltung mit weiteren Informationen: https://www.facebook.com/events/345143299701330/

Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der Sozialistische Jugend – Die Falken Jena mit dem Kulturreferat, dem Umweltreferat, dem Referat gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, dem Menschenrechtsreferat, dem Arbeitskreis Wissenschaftskritik und dem Stura der FSU Jena.

 

Stadtratssitzung zum Klimanotstand!

Diesen Mittwoch, den 04.09.19 ruft Extinction Rebellion Jena zusammen mit FridaysforFuture Jena wieder dazu auf, ab 18:00 vor dem Rathaus zu demonstrieren und die Stadtratssitzung, in der über den Klimanotstand in Jena abgestimmt werden soll, kritisch zu begleiten! Bringt eure Transpis und Leute mit und zeigt, dass die Stadt Jena nicht länger die Probleme dieser Welt ignorieren kann und endlich handeln muss!

Roter Salon: Die Liebe zur Herrschaft

Unser nächster Roter Salon beschäftigt sich mit dem Thema Polyamorie:

Die monogame Zweierbeziehung, sowie die zum Tauschverhältnis institutionalisierte Ehe, waren immer ein Gegenstand einer an Emanzipation ausgerichteten, feministischen Kritik. Seit einigen Jahren entwickeln sich reichlich Gegenentwürfe, die eine freie Liebesbeziehung ermöglichen sollen. Vergangenes Jahr feierte die Polyamorie mit zahlreichen Dokumentationen und Zeitungsartikeln ein mediales Revival. In den Sozial- und Verhaltenswissenschaften wird die Polyamorie immer häufiger als Forschungsgegenstand entdeckt. Nicht selten sind diese Beiträge allerdings einseitig positiv, sodass bspw. Volkmar Sigusch voller Emphase die Polyamorie als Beziehung beschreibt für die „Geschlechtszugehörigkeit der Beteiligten […] ebenso unbedeutend [ist] wie der Umstand, ob Sexualität stattfindet oder nicht“. Da Geschlecht in einigen polyamoren Kreisen als gänzlich überwunden erscheint, gerät eine kritische Auseinandersetzung von Geschlecht und Beziehung häufig aus dem Blickfeld.

Wir wollen uns schließlich anhand einer materialistischen und psychoanalytischen Kritik der Polyamorie als positives Modell im Allgemeinen, sowie ihrer Männlichkeit im Besonderen, die Frage stellen, wo die Fallstricke einer positiv bestimmten Form von Beziehung liegen, was an der Polyamorie erhaltenswert ist und wie eine emanzipative Beziehungsform aussehen könnte. In den Fokus der Betrachtung soll dabei ein Verhältnis von kapitalistischer Vergesellschaftung und Männlichkeit geraten, welches die Polyamorie als affirmatives Modell der Selbsterhaltung beschreibt. Somit soll gezeigt werden, dass die Polyamorie ein von den bestehenden Verhältnissen beeinflusstes, instrumentelles, selbstoptimierendes und somit leistungssteigerndes Modell ist, welches die Maßgaben von Kalkulierbarkeit, Effizienz und Vereinheitlichung aus dem Produktionsprozess auf die intimsten Beziehungen überträgt. Schlussendlich soll auf die These hingearbeitet werden, dass sich eine bestimmte Form polyamorer Männlichkeit als polyamorer Odysseus beschreiben lässt.

Montag, 22. Juli 2019 ab 19 Uhr im Wohni.

Kritik der Konsumkritik

Die dritte Veranstaltung folgt sogleich. Heute Abend wollen wir uns mit Konsumkritik auseinandersetzen. “Den Kern des Vortrags bildet die Frage danach, ob/inwiefern die Konsumkritik einer emanzipatorischen Aufhebung der Verhältnisse entgegensteht.” (17.07.19 CZS 3/SR 317, 19Uhr)

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Kritik der Konsumkritik.

Konsumkritik ist seit den 80er Jahren verankert in linken, sowie in rechten Strukturen und fand jüngst Einzug in das links-liberale Bewusstsein, in Werbung – in die Verhandlung des öffentlichen Diskurses.

»Vegetarismus gegen den Klimawandel« oder »Kleiner ökologischer Fußabdruck, statt großeKrise« sind bekannte Slogans. Die ReferentInnen werden zunächst versuchen, das breite Feld der Konsumkritik als Gegenstand greifbar zu machen, in dem sie Beispiele von konsumkritischen Praxen in unterschiedlichsten Sphären nennen und diese auf gemeinsame Mechanismen und ideologische Grundmomente untersuchen. Den Kern des Vortrags bildet die Frage danach, ob/inwiefern die Konsumkritik einer emanzipatorischen Aufhebung der Verhältnisse entgegensteht.”

https://www.facebook.com/events/621941248310624/

Solidarität mit den quälbaren Körpern

Wir möchten an unsere Veranstaltung heute Abend erinnern (16.07.19 CZS 3/SR 317 um 19 Uhr): “Solidarität mit den quälbaren Körpern. Eine materialistische Kritik des Mensch-Tier-Verhältnisses” mit Thomas Krüger.

Dies ist die zweite Veranstaltung im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe “Alle reden übers Wetter. Wir auch.

” […] Der Vortrag exemplifiziert den Widerstreit zwischen Idealismus und Materialismus am Mensch-Tier-Verhältnis. Die Beziehung von Menschen und Tieren wird nicht zuletzt durch die gesellschaftliche Waren- und Rechtsform vermittelt. Es soll gezeigt werden, dass eine materialistische Kritik der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen und Tieren die leiblichen und mentalen Qualitäten leidens- und bewusstseinsfähiger Lebewesen und damit den Begriff des Glücks in den Mittelpunkt stellen muss. Die Annahme, dass der Schmerz alle kategorialen Unterschiede zwischen Menschen und Tieren einebnet und das ganze Leben derer aufsaugt, die er ergriffen hat, mündet in einem Plädoyer für die Solidarität mit den quälbaren Körpern.”

https://www.facebook.com/events/480339362728190/

Nichts ist in Ordnung.

Am 10.07.19 haben die Falken Jena eine Kundgebung am Holzmarkt zum Tod Walter Lübckes und gegen rechte Gewalt verantstaltet. Im Folgenden dokumentieren wir unseren Redebeitrag:

Liebe Anwesende, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen,

am 02. Juni – also vor knapp 5 Wochen – wurde der amtierende Kassler Regierungschef Walter Lübcke auf der Terrasse seiner Wohnung durch einen Kopfschuss hingerichtet. Sein Mörder war, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, der Neonazi Stephan Ernst[1]. Wir sind heute hier zusammengekommen, denn wir trauern um den Verlust, den die Angehörigen und die Familie von Walter Lübcke erlitten haben. Er ist ein weiteres der zahlreichen Todesopfer des rechten Terrors in der Bundesrepublik Deutschland. Er ist einer von mindestens 184 Menschen, die allein seit 1990 in Deutschland von Neonazis getötet wurden[2]. Die Tat stellt auf einer Seite eine Zäsur dar, da sie an einem Repräsentanten des Staates verübt wurde. Sie reiht sich gleichzeitig nahtlos in eine Kontinuität des rechten Terrors ein.

Im Visier rechter AkteurInnen stand Lübcke spätestens seitdem er im Jahr 2015 bei einer Bürgerversammlung den Bau einer Unterkunft für Geflüchtete verteidigte. Er sprach dabei von Werten und sagte: „Wer diese Werte nicht vertritt, hat die Freiheit, dieses Land zu verlassen.” Dies, so Lübcke, sei die Freiheit eines jeden Deutschen[3]. Lübcke erntete für diese Aussage bereits im Saal der Bürgersammlung Buh-Rufe. Nach der Versammlung brach sich die rechte Hetze in sozialen Netzwerken ungefiltert Bahn und wurde durch verschiedene Politikerinnen und Politiker befeuert. Das rechte Portal Politically-Incorrect-News (PI) verbreitete seine Kontaktdaten und Privatadresse. Der Autor Akif Pirinçci nahm Lübckes Äußerung in einer Rede bei PEGIDA als Beispiel für die vermeintliche Ignoranz „der Macht“ gegenüber „dem eigenen Volk“. Lübcke erhielt zahlreiche Morddrohungen und stand zwischenzeitlich unter Polizeischutz[4].

Der Mörder von Walter Lübcke, Stephan Ernst, gehörte zum Umfeld der hessischen NPD und den Autonomen Nationalisten und war bereits mehrfach aufgrund von rassistisch motivierten Gewaltdelikten vorbestraft, u.a. wegen eines versuchten Anschlags auf eine Unterkunft für Geflüchtete mit einer Rohrbombe im Jahr 1993[5]. Nachdem es bislang hieß, dass Stephan Ernst seit 2009 dem Bundesamt für Verfassungsschutz nicht mehr als aktiver Neonazi aufgefallen wäre, liegen nun neue Erkenntnisse darüber vor, dass Ernst noch 2011 Mitglied des neuheidnischen und neonazistischen Vereins “Artgemeinschaft” war[6]. Zudem gibt es Indizien, dass Stephan Ernst Kontakte zum deutschen Ableger des aus Großbritannien stammenden Neonazinetzwerkes Combat 18 pflegte, das sich selbst als »Terrormaschine« der militanten Neonaziszene bezeichnet[7].

Ob Stephan Ernst Einzeltäter war, ist keine Frage, die sich stellt. Dies ist gänzlich unabhängig davon, ob im weiteren Verlauf der Ermittlungen festgestellt werden kann, dass er für die konkrete Tat Unterstützung erhielt. Eine Tat wie die von Stephan Ernst bedarf der vorausgehenden Konstruktion eines Weltbildes, die sie legitimiert. Der Aufbau eines solchen Weltbildes erfolgt in den seltensten Fällen allein im stillen Kämmerlein, sondern ist Ergebnis rechtsterroristischer Strukturen und Organisation.

Diese wiederum entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie sind Ausdruck eines gesellschaftlichen Klimas, das rechtsterroristische Anschläge und Morde seit Jahren ermöglicht und legitimiert. Mit diesem Klima hat nach dem Mord an Walter Lübcke kein Bruch stattgefunden. Obwohl wir diese Situation seit Jahren beobachten, haben uns einige der öffentlichen Statements, die nach dem Mord abgegeben wurden, in besonderer Weise fassungslos und wütend zugleich zurückgelassen.

Genannt sei z.B. die Aussage des Bundestagsabgeordnete der AfD Martin Hohmann. Dieser wies einem von der CDU und Angela Merkel befürworteten angeblichen “Massenzustrom an Migranten” die Schuld am Mord von Walter Lübcke zu[8]. Schützenhilfe bekam er dafür vom neuen Präsidenten des Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang. Er leugnete jegliche Verantwortung seiner eigenen Behörde und gab gleichzeitig zu bedenken, dass die Ursachen für das Erstarken rechter Strukturen eher in der Flüchtlings- und Migrationspolitik zu suchen seien[9].

Der sächsische CDU-Parteikollege von Walter Lübcke, Michael Kretschmar schaffte es in Bezug auf die Tat vor einer vermeintlichen Gefahr vor links- und rechtsextremen Kräften zu warnen und berief sich auf einen “gesunden Patriotismus”, den alle Deutschen miteinander leben würden und den er für völlig normal halte[10].

Die Gleichsetzung einer vermeintlichen, aber faktisch nicht vorhandenen tödlichen Bedrohung durch linke Kräfte und der von Rechts-Terroristen verübten Morde und Anschläge, schafft eine groteske Relativierung der Ereignisse. Die Berufung auf einen “gesunden Patriotismus”, den nur die Ränder des politischen Spektrums nicht teilen würden, leugnet jegliche gesellschaftliche Verantwortung für die Tat.

Der “gesunde Patriotismus”, von dem Kretschmar redet, drückt sich währenddessen darin aus, dass laut der Leipziger Mitte-Studie über die Hälfte der Deutschen die Bundesrepublik in einem gefährlichen Maß für überfremdet halten und über ein Viertel der Befragten finden, dass die Darstellung der Verbrechen des Nationalsozialismus in der Geschichtsschreibung weit übertrieben sei[11]. Dies zeigt, wie wenig irgendetwas in diesem Land als “gesund” bezeichnet werden kann.

Das Verhalten der CDU und ihres Abgeordneten macht im Endeffekt vor allem deutlich, wie schlimm die Lage wirklich ist. Denn diese Stimmung in der eigenen WählerInnenschaft ist es, die es opportun macht – nachdem ein Parteikollege hingerichtet wurde – weiter nach rechts zu rücken, statt eine konsequente Aufklärung und Zerschlagung rechtsterroristischer Netzwerke zu forcieren.

Die hämischen Kommentare in den sozialen Medien, über den Mord an Walter Lübcke sowie die zahlreichen weiteren Morddrohungen, die inzwischen bei Politikerinnen und Politikern eingegangen sind[12], sind ein Ausdruck weiterer verbaler Enthemmung. Diese Kommentare zielen auf Einschüchterung und Bedrohung und wir wollen heute einräumen: ja, diese Umstände machen uns Angst. Unsere Wut über die Verhältnisse, mit der die Trauer im Fall von Walter Lübcke gemischt ist, bleibt angesichts dieser Zustände in Deutschland ohnmächtig.

Auch das breite Wissen über rechte Netzwerke, das von Strukturen wie NSU-Watch, Der rechte Rand, Exif, u.a. erarbeitet wurde, bleibt aufgrund gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse politisch weitestgehend konsequenzlos.

Der Unerträglichkeit dieser Situation möchten wir heute Ausdruck verleihen. Sie ist der Grund für unsere Ohnmacht und Verzweiflung und sie ist gleichzeitig der Grund, warum wir nicht aufhören können, gegen diese Zustände vorzugehen. Teil dieser Unerträglichkeit ist es nicht zuletzt, dass uns, aufgrund der stetig neuen hasserfüllten Kommentare sowie grotesken und zynischen Statements zum Mord an Walter Lübcke, jeglicher Moment des Innehaltens genommen wird.

Dieser Situation können wir auch mit der heutigen Kundgebung nicht viel entgegensetzen. Deshalb bleibt uns heute nichts anderes übrig, als unserer Wut und Trauer allein dadurch Ausdruck zu verleihen, die gesellschaftliche Situation, die Morde wie den an Walter Lübcke tagtäglich ermöglicht, zu skandalisieren. Da uns ein Moment des Eingedenkens vor diesen Umständen kaum möglich erscheint, möchten wir diese Veranstaltung ohne eine symbolische Schweigeminute beenden. Wir möchten jedoch im Anschluss an diesen Redebeitrag das Angebot machen, sich mit den Umstehenden und Teilnehmenden auszutauschen.

Zu diesem Zweck werden wir die Kundgebung noch eine Weile aufrechterhalten.


[1]https://www.hessenschau.de/politik/stephan-ernst-hat-mord-an-luebcke-gestanden,luebcke-mord-gestaendnis-100.html

[2]https://opfer-rechter-gewalt.de

[3]https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=KdnLSC2hy9E

[4]https://taz.de/Drohungen-gegen-Walter-Luebcke/!5604270/

[5]https://exif-recherche.org/?p=6218

[6]https://www.welt.de/politik/deutschland/article196039643/Mordfall-Luebcke-Taeter-tauchte-noch-2011-im-Umfeld-von-Neonazi-Truppe-auf.html

[7]https://exif-recherche.org/?p=6284

[8]https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/afd-abgeordneter-sieht-cdu-mitschuld-am-tod-luebckes-16253407.html

[9]https://www.zdf.de/nachrichten/zdfspezial/zdf-spezial—mordfall-luebcke–waffenfunde-und-weitere-verhaftungen-clip-4-100.html

[10] https://twitter.com/cdusachsen/status/1140950916763475968

[11]https://www.boell.de/sites/default/files/leipziger_autoritarismus-studie_2018_-_flucht_ins_autoritaere_.pdf?dimension1=ds_leipziger_studie

[12]https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/seehofer-zu-fall-luebcke-anschlag-gegen-uns-alle-gerichtet-16242608.html

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen.

Heute (09.07.19) beginnt unsere Veranstaltungreihe Alle reden übers Wetter. Wir auch.

Auftakt bildet die Veranstaltung “Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen.” mit Lothar Galow-Bergemann (19Uhr/CZS 3 SR 317). Es geht um die Frage, warum “unsere Wirtschaft” einen vernünftigen Umgang mit der Umwelt verhindert.

Alle sind für Klimaschutz, aber die globale Erwärmung nimmt
unaufhörlich zu. Alle sind für soziale Gerechtigkeit, aber KinderundAltersarmut wachsen. Alle wünschen sich mehr freie Zeit zum Leben, aber müssen immer mehr und länger arbeiten. Niemand will die Krise, aber keiner kriegt sie in den Griff. Wunsch und Wirklichkeit gehen weit auseinander, weil das herrschende Wirtschaftssystem grundsätzliche Konstruktionsfehler hat. Es beruht auf dem Zwang zu ewigem Wachstum und maximalem Profit. Gegen den Kapitalismus sind viele. Aber haben sie auch etwas von dem verstanden, was ihm den Namen gibt – vom Kapital?

Der Vortrag beleuchtet grundlegende Funktionsweisen
des Kapitalismus und wirft auch einen kritischen Blick auf gut
gemeinte „Alternativvorschläge“, die regelmäßig an der Funktionsweise „unserer Wirtschaft“ scheitern. Will man eine bessere Welt schaffen, muss man erst einmal verstehen, wie die jetzige tickt.

https://www.facebook.com/events/437933727045537

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Für alle, die leider nicht an unserer Veranstaltungsreihe in den vergangenen Wochen teilnehmen konnten, gibt es einen Audiomitschnitt des Vortrags von Lothar Galow-Bergemann zur Frage »Warum wir mit „unserer Wirtschaft“ nie eine nachhaltige Gesellschaft erreichen werden«:

http://emafrie.de/audio-wer-vom-kapitalismus-nicht-reden-w…/

Viel Spaß beim Anhören!


Kundgebung zum Mord an Walter Lübcke

Am 2. Juni wurde Walther Lübcke wohl von einem hessischen Neonazi ermordet. Nach allem was bislang bekannt ist, traf es Walther Lübcke deswegen, weil er sich öffentlich gegen die menschenverachtende Rhetorik großer Teile der Bevölkerung gestellt hat. Es ist für uns kein neues Phänomen, dass Neonazis dazu bereit sind, auch die Menschen, die sie als politische Gegner*innen identifizieren, zu ermorden. Nichts desto trotz halten wir es für einen Skandal, dass in Deutschland weiterhin Menschen von Neonazis ermordet werden.

Aus diesem Grund rufen wir dazu auf, heute am 10.07.2019 um 16.00 Uhr am Holzmarkt an einer Kundgebung teilzunehmen. Kommt vorbei!

https://www.facebook.com/events/332558317699379/

Am 25. Mai alle auf nach Annaberg / Buchholz!

Am 25. Mai werden wieder christliche Fundamentalist*innen und andere rechte Abtreibungsgegner*innen in Annaberg/Buchholz aufmarschieren. Als sogenannter „Schweigemarsch für das Leben“ versammeln sich Sexist*innen unterschiedlicher politischer Coleur mit dem Ziel, das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper von Frauen und Transpersonen noch weiter einzuschränken.
Wir werden das nicht hinnehmen! Es gilt, ihnen auch in diesem Jahr den Tag ordentlich zu versauen. Aber dabei kann es für uns nicht enden. Immer noch ist auch in Deutschland für Frauen und Transpersonen die Situation von Schwangerschaftsabbrüchen enorm prekär und Abtreibungen noch immer nur unter großen Einschränkungen möglich und lediglich „entkriminalisiert“. Es ist eine Zumutung, dass uns dieses elementare Recht, über den eigenen Körper entscheiden zu können, noch immer abgesprochen wird! Es ist eine Zumutung, darüber immer noch reden zu müssen. Scheiße, wir sind sauer!
Darum fahrt mit uns gemeinsam am 25.5.2019 nach Annaberg/Buchholz und lasst uns unseren Protest auf die Straße tragen! Gegen Fundis, Nazis und andere Sexist*innen! Und für eine feministische und selbstbestimmte Perspektive!

Wir fordern: Die Abschaffung von § 218 StGB! Abtreibungen müssen legal, kostenlos und sicher sein!

Informationsfreiheit umsetzen! Es muss möglich sein, öffentlich über Abtreibungsmöglichkeiten aufzukären! §219a StGB abschaffen!

Inklusion leben! Für eine Gesellschaft, in der es keine Rolle spielt, ob ein Kind mit oder ohne Behinderung auf die Welt kommt!

Die Gleichberechtigung aller sexuellen Lebensweisen und geschlechtlichen Identitäten!

Weltweiten kostenlosen Zugang zu Aufklärung über den menschlichen Körper und Sexualität, sowie Verhütungsmitteln! Wir werden gemeinsam mit PKWs anreisen. Treffpunkt geben wir im Vorfeld nochmals per E-Mail bekannt. Damit wir kalkulieren können, möchten wir Euch bitten, Euch im Vorfeld unter der untenstehenden E-Mail-Adresse der Falken Jena zu melden. Gegebenenfalls auch, ob Ihr mit einem PKW hin fahren würdet.

Pro Choice Jena

E-Mail bitte an die folgende Adresse:
info@falken-jena.de

Weitere Infos zum Program vor Ort findet Ihr hier:
https://schweigemarsch-stoppen.de/