Neue Arbeitskreise

Liebe FreundInnen, Liebe GenossInnen,
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, aber unseren neuen Arbeitskreise fangen gerade erst an. Die Arbeitskreise treffen sich in der Regel einmal in der Woche an unterschiedlichen Tagen. Wenn ihr mitmachen wollt schreibt uns eine Mail an info@falken-jena.de oder einfach hier auf Facebook, dann erfahrt ihr den genauen Ort.

AK URSPRÜNGLICHKEITSIDEOLOGIEN
Unter Ursprünglichkeitsideologien verbirgt sich ein spezifischer Zugriff auf Gesellschaft, diese wird als falsch und künstlich markiert und der eigenen Vorstellung eines guten Lebens die sich in ihrer angeblichen Natürlichkeit und Ursprünglichkeit legitimiert gegenübergestellt. In dem AK wollen wir uns mit diesen als „Anti-Ideologien“ sich gebenden Vorstellung in der neuen Rechten aber auch im IS auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt der Auseinandersetzung werden Sexismus, Nationalismus und Antisemitismus sein. Wir werden uns fragen warum diese Vorstellung einer natürlichen Geschlechter- und Gesellschaftsordnung gerade im Neoliberalismus, indem die kapitalistische Gesellschaft und ihr Glücksversprechen brüchig wird, neue Popularität erfahren.
Das erste Treffen wird Donnerstag, den 9.11. um 19:00 Uhr stattfinden

AK KRITIK DER UNIVERSITÄT
Im Arbeitskreis Kritik der Universität versuchen wir uns einerseits die Funktion der Universität in der bürgerlichen Gesellschaft zu erklären um zu prüfen wie genau sich Hochschulbildung mit neoliberaler Vergesellschaftung verändert hat. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden ob es ein studentisches Bewusstsein gibt und wenn ja wie es zu kritisieren wäre.
Das erste Treffen wird Mittwoch, den 8.11. um 19:00 Uhr stattfinden

AK PSYCHOANALYSE
Moral und kulturelle Normen hindern die Menschen an der freien Ausübung ihrer Triebe und Bedürfnisse, indem sie Schuldgefühle auslösen. Sind sie also Instrumente, mit denen Menschen einander beherrschen (oder sich von verselbstständigten Strukturen beherrschen lassen) oder stellt es nicht auch eine Errungenschaft dar, wenn Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse anderer zum normalen Umgang gehört? Und was bedeutet das für unsere Gesellschaftskritik, die doch ohne erhobenen Zeigefinger auskommen will? Derart sind die Fragen, die wir an Sigmund Freuds berühmte Schrift „Das Unbehagen in der Kultur“ richten wollen. Nachdem wir uns in unserem Marx-Lesekreis einem wichtigen Kritiker der herrschenden ökonomischen Verhältnisse gewidmet haben, wollen wir uns nun mit Freud einem Denker zuwenden, der uns Hinweise darauf geben könnte, ob das soziale und emotionale Zusammenleben der Menschen notwendigerweise so stark von Herrschaft geprägt sein muss. Denn dass sich die kapitalistischen Formen auf unser soziales Miteinander auswirken: unbenommen. Aber könnte es nicht auch sein, dass unsere emotionalen Beziehungen auch die wirtschaftlichen prägen? Soviel zur ersten Hälfte des Arbeitskreises. In der zweiten Hälfte wollen wir uns mit Psychoanalyse und Geschlecht beschäftigen. Seit Freud hat es nämlich einige Entwicklungen in der Psychoanalyse gegeben, die der klassischen Geschlechterforschung entscheidende Hinweise liefern: Wie wird die (kulturelle) Vorstellung von der Normalität der Heterosexualität immer wieder psychisch verankert? Wieso halten sich Rollenklischees und hierarchische Konstellationen (auch in der Liebe) so hartnäckig? Und welche Potentiale könnte es geben, das eigene erwachsene Leben – manchmal zumindest- anders zu gestalten? Bringt dafür gerne eure Fragen oder (Text-)Ideen mit!
Das erste Treffen wird Dienstag, den 7.11. um 18:30 Uhr stattfinden; dort werden wir uns auf einen regelmäßigen Termin einigen (der nicht dienstags sein muss).

Wir freuen uns auf euch!

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